Polizei meldet Schüsse, Vandalismus und Betrug

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Dreiste Betrüger:

Ein Mann aus dem Landkreis entdeckte in den sozialen Medien, dass eine ihm unbekannte Person es irgendwie geschafft hatte, seine Kontakte zu spiegeln. Die Person drohte mit der Einstellung oder Versendung kompromittierender Inhalte an dessen Kontakte und verlangte Geld, wenn das nicht erfolgen soll. Das Opfer reagierte genau richtig, wandte sich an die Polizei und informierte seine Kontakte entsprechend.

Geldscheine
Ein Marburger verlor eine vierstellige Summe an die Betrüger. (Foto: Alexa)

Ebenfalls mit der Veröffentlichung derartiger Daten bedrohten und erpressten Täter einen anderen Mann aus dem Landkreis. Hier war wohl ein Chatkontakt über einen Messangerdienst vorausgegangen über den dann auch der Erpressungsversuch lief. Der Mann sollte zur Verhinderung der Verbreitung mehrere Hundert Euro per Echtzeitüberweisung bezahlen. Auch hier blieben der oder die Täter erfolglos.

Imaginärer betrügerischer Chatverlauf
Oft sind die Betrüger mit dieser relativ neuen Betrugsmasche erfolgreich – auch im Landkreis. (Symbolbild: Polizei)

Auch die „WhatsApp“-Variante, über welche die Polizei schon mehrfach berichtete, war wieder dabei – leider teils erfolgreich. Ein Marburger Vater veranlasste eine Echtzeit-Überweisung einer vierstelligen Summe auf ein ihm fremdes Konto, nachdem die angebliche Tochter ihm in einer SMS eine Notlage vorgetäuscht und um die Überweisung gebeten hatte.
Ein weiterer Versuch dieser Art wurde erkannt und angezeigt.

Pure Zerstörungswut?

In der Nacht zum Freitag, 10. Juni, kam es rund um das „Biegeneck“ in Marburg zu diversen vermutlich zusammenhängenden Straftaten. Die Polizei sucht Zeugen (06421-40 60).
Durch eine zerstörte Scheibe der Eingangstür drangen Einbrecher in ein Geschäft in der Biegenstraße ein. Die Spuren des oder der Täter verlieren sich an der Zufahrt zur Tiefgarage des Lahn-Centers, wo die Polizei augenscheinliche Ware aus dem Geschäft fand. Es entstand ein Sachschaden von mehreren Hundert Euro.

Hahn von Wasserschlauch
Die Täter drehten das Wasser eines Löschschlauchs auf und setzten so einen Teil einer Tiefgarage unter Wasser. Hier steht der entstandene Schaden noch nicht fest. (Foto: H. Hach)

Weiterhin gab es einen Vorfall im Treppenhaus eines Bürogebäudes am Gerhard-Jahn-Platz. Dort wurde eine Wandbeleuchtung beschädigt, ein Feuerlöscher ausgeleert und die Brandmeldeanlage ohne Not betätigt. Schließlich erhielt die Polizei noch die Meldung, dass die Tiefgarage des Hotels unter Wasser stehe und diverse Fahrzeuge platte Reifen hätten. Betroffen waren nach ersten Überprüfungen sechs Autos. Außerdem vergriffen sich der oder die Täter auch an der Brandschutztechnik, drehten das Wasser eines Löschschlauchs auf und setzten so einen Teil der Tiefgarage unter Wasser. Hier steht der entstandene Schaden noch nicht fest.

Nächtlicher Großeinsatz

Nach gemeldeten möglichen Schüssen in einer Wohnung in Cölbe waren Streifen der Polizei Marburg, Biedenkopf, Gießen und der Kriminalpolizei in der Kasseler Straße im Einsatz. Die Polizei nahm schließlich einen polizeibekannten 31 Jahre alten Mann widerstandslos in Gewahrsam und übergab ihn in die ärztliche Obhut eines psychiatrischen Krankenhauses.

Hände halten eine Softair-Waffe
Es stellte sich heraus, dass der Mann in seiner Wohnung mit Schreckschuss- oder Softairmunition geschossen hatte. (Symbolfoto)

Gegen 23.40 Uhr meldeten Nachbarn, dass in einer Wohnung mehrere mutmaßliche Schüsse fielen. Tatsächlich stellte sich heraus, dass der Mann in seiner Wohnung mit Schreckschuss- oder Softairmunition geschossen hat. Die Polizei stellte eine Luftdruckpistole, eine Softairwaffe und mehrere Hundert Schuss Schreckschussmunition sicher.

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