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In Bad Laasphe, Nachbarkreis by RedaktionLeave a Comment

Ferienspiel-Aktionen

Drei Wochen Spiel, Spaß und gute Laune: Vom 27. Juni bis 17. Juli wird die Stadt Bad Laasphe die diesjährigen Sommerferienspiele veranstalten. Aktuell wird das Programm zusammengestellt.
Vereine und Institutionen, die sich mit eigenen Veranstaltungen im genannten Zeitraum beteiligen möchten, können sich nach wie vor bei der Stadtverwaltung melden. Dafür einfach den Meldebogen ausfüllen und ins Rathaus senden, der auf der Homepage (stadt-badlaasphe.de) zur Verfügung steht. Bei Fragen oder benötigter Unterstützung bei der Planung stehen Jann Burholt (02752- 909 150) und Mareike Schäfer (02752-74 84) zur Verfügung.

Besuch aus Israel

Letzte Woche fand die Gedenk-Veranstaltung anlässlich des 80. Jahrestages der Deportation der jüdischen Familie Burg aus Banfe und daran anschließend die Enthüllung einer Gedenktafel in der Banfer Ortsmitte statt. Dafür waren Nachfahren der Burgs eigens aus Israel angereist. Für die Familie war es eine Reise in die jüngere Vergangenheit ihrer Familiengeschichte. Denn Edna Burg und Nurit Berta Kanyon sind Töchter von Simon Burg, dem einzigen Überlebenden der jüdischen Familie Burg aus Banfe.
80 Jahre zuvor, am 27. April 1942, mussten Simons Eltern Benjamin und Bertha, sein jüngerer Bruder Martin sowie sein Onkel Josef und seine Tante Bertha, Benjamins ledige Geschwister, ihren geliebten Heimatort Banfe verlassen.

Begleitet wurden die Frauen von ihren Familien sowie von Mitgliedern des Bad Laaspher Freundeskreises für christlich-jüdische Zusammenarbeit.(Fotos: Stadtverwaltung Bad Laasphe)

An der Eiche (Ortsmitte) stiegen sie in einen Bus, der sie nach Laasphe brachte. Vor dort ging am nächsten Tag ein Zug nach Zamosc im heutigen Ostpolen. Drin saßen 47 weitere jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Laasphe. Niemand von ihnen überlebte die Nazi-Gräuel. Einzig Simon Burg entkam dem Holocaust, weil seine Eltern ihn bereits 1939 als 15-Jährigen nach Palästina geschickt hatten.
Als „sehr ergreifend“ beschrieb Nurit Berta Kanyon das Erlebte im Gespräch mit dem Bürgermeister. „Es ist alles so spürbar, viel spürbarer als wenn man nur etwas darüber hört“, so die Israelin. Vor allem der Besuch des Friedhofs habe sie bewegt.

Mann und 2 Frauen und das Goldene Buch
Anlässlich des 80. Jahrestagses der Deportation ihrer Vorfahren und der Enthüllung einer Gedenktafel reisten die Schwestern aus Israel an – hier beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt – mit Bürgermeister Dirk Terlinden.

Dirk Terlinden erklärte, dass es ihm ein großes Anliegen sei, die Erinnerungen an die Geschichte lebendig zu halten. Das Engagement des christlich-jüdischen Freundeskreises und das Aufstellen der Gedenktafel seien nicht nur Mahnung, sondern ein deutliches Signal der Bad Laaspher Stadtgesellschaft gegen Antisemitismus. „Wie wichtig dies auch heute noch ist, zeigen die geopolitischen Ereignisse des Ukraine-Krieges allzu deutlich“, sagte der Verwaltungschef.

Neue Sitzgruppe

Auf dem Spielplatz „Am Lärchenwäldchen – Zum Winterkasten“ in der Bad Laaspher Kernstadt lädt jetzt eine neue Sitzgruppe alle Kinder und ihre Begleitpersonen zum Verweilen ein. Zu verdanken ist das dem Verein „Nachbarliche Bürgergemeinschaft Wallachei“.

8 Männer an der neuen Sitzgruppe - 2 Bänke und 1 Tisch
Schon im April und rechtzeitig zum Saisonbeginn wurde die Sitzgruppe von der Gemeinschaft aufgestellt. (Foto: privat)

„Wir mussten die alte Sitzgruppe im vergangenen Sommer leider entsorgen, weil der Zahn der Zeit an ihr genagt hatte und sie über die Jahre durchgefault war. Auch sie war seinerzeit von der ‚Nachbarlichen Bürgergemeinschaft Wallachei‘ gestiftet worden“, erläutert Bernd Hoffmann, der im Rathaus die städtischen Spielplätze betreut. Als der Verein davon erfuhr, nahm er sich der Sache an und erklärte sich bereit, eine neue Sitzgruppe zu sponsern.

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