„Prost!“ Besondere Ausstellung im Hinterlandmuseum

In Biedenkopf, Kunst und Kultur by Redaktion

Das Hinterlandmuseum Schloss Biedenkopf startete nach der Winterpause in eine neue Museumssaison. Die Besucher erwartet eine neue Sonderausstellung über die ehemalige Brauerei Balbach in Biedenkopf. Dass sich die Gründung der Brauerei im Jahr 1872 durch Carl Friedrich Balbach 2022 zum 150. Mal jährt, ist der Anlass für die Ausstellung. Die Brauerei produzierte bis 1994, ein Getränkehandel als Nachfolgebetrieb schloss 2002.

Brauereianlage - ein Kupferkessel
Einige Gerätschaften sowie ein schematischer Überblick über den Brauvorgang bei Balbach thematisieren die Bierproduktion. (Symbolfoto)

Die Ausstellung thematisiert die Familiengeschichte anhand eines neu erstellten Stammbaumes und durch persönliche Objekte einzelner Familienmitglieder – so etwa ein Reisekoffer von Louis Balbach, einem der Söhne des Firmengründers. In einem Teil der Ausstellung zur Entwicklung der Brauerei ist das städtische Gewerbebuch mit der offiziellen Eintragung des Betriebs 1872 zu sehen.

In der Kottenbachstraße

Und eine Karte illustriert die verschiedenen Standorte des Betriebes am Marktplatz, in der Kottenbachstraße und anderswo in Biedenkopf. Die meisten Orte finden sich noch heute im Stadtbild wieder, wie das eindrucksvolle Sudhaus in der Kottenbachstraße. 

Firmenschild einer Brauerei: blau-silber
Um die Brauerei Balbach geht es in der ersten Sonderausstellung der neuen Saison. (Foto: Landkreis)

Flaschenetiketten verdeutlichen die Produktpalette, die von der Brauerei im Laufe der Jahre angeboten wurde. Vertrieb und Ausschank sind weitere Themenbereich der Ausstellung. Flaschen, Gläser, Werbeschilder und Bierdeckel zeigen die Entwicklung der Schriftgestaltung anschaulich vom frühen „Walfischbräu“ bis zum „Hinterländer Hefetrüb“, der letzten Bierkreation der Brauerei Balbach.

Viele Leihgaben

Die Unterstützung durch die Erbenfamilie und eine Vielzahl an Leihgaben aus Privatbesitz haben die Ausstellung möglich gemacht. Sie ist noch bis zum 3. Juli zu sehen. Geöffnet ist das Hinterlandmuseum von Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen jeweils von 10 bis 18 Uhr.