Polizeimeldungen aus dem Land- und Nachbarkreis

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Malediven for free?

Eine Einladung zu einem kostenlosen Urlaub auf die Malediven? Da sagt man nicht nein. Das dachte sich auch ein 22-Jähriger aus Siegen-Wittgenstein, als er von seinem 21-jährigen WG-Mitbewohner das Angebot erhielt. Angeblich bezahle der Vater des 21-Jährigen die Reise und den Aufenthalt. Der 22-Jährige nahm also das Angebot an. Auf den Malediven angekommen, kam es noch besser: Der Vater würde drei weiteren Personen den Urlaub bezahlen. Also lud man noch zwei 17- und 18-jährige Freundinnen sowie einen Freund ein, ebenfalls auf die Malediven zu kommen.

Malediven. Strand, Steg, Hütten. Blaues Meer, blauer Himmel.
Es hätte so schön werden können, wenn der 21-Jährige den Urlaub seiner Mitreisenden auch bezahlt hätte.

Als alle vier Eingeladenen vor Ort waren und man es sich bereits gut gehen ließ, erhielt der 22-Jährige einen Anruf von dem Reiseveranstalter. Dieser teilte mit, dass der Urlaub noch nicht bezahlt sei und der Rückflug nur erfolge, wenn die Reisekosten beglichen wären. Der schöne Traum war also vorbei, und die Betrogenen mussten die entstanden Kosten begleichen. Diese beliefen sich auf mehr als 20.000 Euro.
Gegen den 21-Jährigen wird nun wegen Betrug ermittelt.

Gleich auflegen!

Aktuell kommt es im Landkreis Marburg-Biedenkopf wieder zu einer Häufung von Anrufen angeblicher Polizeibeamter. Die Betrüger versuchen es mit der Schockgeschichte. Sie informierten als angebliche Polizeibeamte telefonisch über einen angeblichen schweren oder gar tödlichen Verkehrsunfall, in den der Sohn oder die Tochter verwickelt sei. „Diese Geschichte entbehrt jeder Grundlage! Sie ist falsch! Die Polizei würde so niemals vorgehen“, erklärt der Polizeisprecher. Die Polizei warnt und bittet um Sensibilisierung von Angehörigen, Freunden und Bekannten.

Scheine und Münzen. Euros.
„Legen Sie sofort auf, wenn es bei einem unerwarteten Anruf ums Geld, Vermögen oder Daten geht! Lassen Sie sich nicht von den Geschichten täuschen“, warnt die Polizei. (Foto: Janeb)

Weiter telefonierten angebliche Microsoftmitarbeiter, um zunächst mal einen Zugang auf den PC zu erhalten. Diese angeblichen Microsoftmitarbeiter verfolgen das Ziel, an sensible Daten zu kommen oder einen Virus zu installieren. „Legen Sie sofort auf, wenn es bei einem unerwarteten Anruf ums Geld, Vermögen oder Daten geht! Lassen Sie sich nicht von den Geschichten täuschen“, wird explizit gewarnt.

Wer weiß was?

Bereits am 6. Januar wurde in der Feldgemarkung von Cölbe-Schönstadt ein blaues Metallgehäuse aufgefunden. Das Teil ist etwa zwei Meter hoch, 30cm breit und hat auf der Vorderseite einen Schlitz für einen Münz- oder Markeneinwurf. Eine weiße Aufschrift „WAP Alto Group“ ist ansonsten der bislang einzige Hinweis auf die noch unbekannte Herkunft.
Bislang liegt der Kripo Marburg keine Anzeige vor, zu der der Verlust eines solchen mutmaßlichen Geldschachts passt.

Blaues, längliches Objekt
Gefundener Metallschacht mit Münzeinwurf

Die Kripo Marburg bittet daher um Mithilfe. Wo oder in welcherlei Automaten wird ein solcher Schacht verwandt? Woher könnte das Metallgehäuse stammen? Wer kann Hinweise zur Aufschrift geben? Sachdienliche Hinweise bitte an die Kripo Marburg unter 06421-40 60.

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