Polizei meldet sexuelle Übergriffe, Telefonbetrug und anderes mehr

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Exhibitionist auf dem Friedhof:

Der 20 bis 25 Jahre alte Deutsche saß gegen 8 Uhr auf einer Bank, zog die Hose herunter und führte vor einer jungen Frau eindeutige Handlungen an sich durch. Das war auf dem alten Friedhof am Barfüßertor in Marburg – und zwar am Donnerstagmorgen, 30. September. Der tatverdächtige Exhibitionist trug eine graue Jogginghose, einen schwarzen Kapuzenpullover sowie ein Basecap. Hinweise bitte an die Kriminalpolizei in Marburg, 06421-40 60.

Neue Masche

Aktuell versuchten es Betrüger wieder am Telefon – diesmal rufen angebliche Ärzte im Landkreis an und wollen viel Geld für ein angeblich dringend benötigtes Medikament gegen Covid. Die Betrüger nutzten die Pandemie-Angst aus. Sie gaben sich am Telefon als Ärzte der heimischen Klinik aus und erzählten, dass ein Angehöriger der angerufenen Personen zusammengebrochen und in Behandlung sei.
Das Blutbild habe sich aufgrund einer Covid-Erkrankung drastisch verschlechtert, erläuterten die vermeintlichen Mediziner und machten gleichzeitig Hoffnung, dass ein extra aus der Schweiz eingeflogenes Medikament schnelle Heilung bringen könnte.

Mann an Telefonzelle
Die Betrüger rufen gern ältere Menschen an, um sie abzuzocken. (Symbolfoto: R. Angelo)

Allerdings koste der Hubschrauberflug Geld und der Betrag werde sofort fällig. Das Geld sei jedoch nicht verloren, da man nachträglich einen Antrag auf Erstattung der Kosten stellen könne, versichern die Betrüger. „Auch bei dieser arglistigen Legende bauen die Täter darauf, dass die Angerufenen aus großer Sorge um einen Angehörigen das geforderte Bargeld übergeben“, sagt Polizeisprecher Martin Ahlich und warnt davor, Geld aufgrund dubioser Anrufe auszugeben.

Sexueller Übergriff

Am Donnerstagmorgen, 30. September, wehrte sich eine junge Frau in der Cappeler Straße in Marburg gegen einen sexuellen Übergriff. Die Kriminalpolizei sucht Zeugen für den Vorfall, der sich auf dem Bürgersteig vor der Vitos-Klinik ereignete.

Kapuzenpulli
Der vermutlich aus dem arabischen Raum Stammende trug eine schwarze Jogginghose und ein graues Kapuzenshirt, wobei die Kapuze über den Kopf gezogen war. Wer hat Verdächtiges gesehen?

Die 20-Jährige war zu Fuß unterwegs, als der Unbekannte sich gegen 7.20 Uhr von hinten näherte, sie an den Haaren erfasste und unsittlich berührte. Das Opfer wehrte sich daraufhin mit einem Schlag ins Gesicht des Mannes. Aufgrund der Gegenwehr flüchtete der mutmaßliche Täter. Der Tatverdächtigte stammt vermutlich aus dem arabischen Raum und sprach französisch. Er ist 180 bis 185 cm groß und schmal.
Auffallend ist die um den Hals getragene, goldene Panzerkette. Die Ermittler hoffen nun auf Hinweise von Zeugen.

Ein Bewusstloser

Am Freitagabend, 1. Oktober, gegen 22.45 Uhr, lag ein Mann tief bewusstlos und mit einer Kopfverletzung nahe dem Fußgängerüberweg in Höhe von dem Eiscafé in der Ketzerbach in Marburg. Der 56 Jahre alte Marburger befindet sich nach wie vor nicht ansprechbar auf der Intensivstation.
Die bisherigen Ermittlungen, insbesondere das Verletzungsbild, der übrige körperliche Zustand und die Umstände am Fundort deuten gegenwärtig auf ein Sturzgeschehen hin. Um ein Fremdverschulden gänzlich auszuschließen, sucht die Polizei nach Zeugen. 

Enorm alkoholisiert

Die Meldung über einen vermutlich bewusstlosen Lkw-Fahrer rief am Donnerstagabend, 30. September, den Rettungsdienst und die Polizei auf den Plan. Die Polizei traf gegen 19.10 Uhr am Rudolphsplatz auf einen vor einer Ampel stehenden Lastwagen samt Auflieger sowie einen stark alkoholisierten und ansprechbaren Mann in dem Führerhaus. Der vor Ort durchgeführte Atemalkoholwert beim dem mutmaßlichen Fahrer zeigte einen deutlichen und selbst für die Beamten nicht alltäglichen Wert an – was immer das bedeutet.
Die Polizei veranlasste eine Blutentnahme und stellte den Führerschein sicher. Der Mann wurde aufgrund seiner Alkoholisierung anschließend von einem Rettungswagen in die Uni-Klinik transportiert. Bisher ist nicht bekannt, ob es durch den Brummi-Fahrer in der Innenstadt zu Gefahrensituationen kam. Zeugen, die diesbezüglich nähere Angaben machen können, melden sich bitte bei der Polizei in Marburg.

Betrug gescheitert

Richtig Glück hatte das Opfer eines Betrugs. Die Frau aus dem Landkreis konnte die drei Einkäufe, die der Betrüger mit dem ausgespähten Passwort tätigte, rückgängig machen, sodass kein Schaden entstand. Was war passiert? Am Donnerstag, 30. September, gegen 15.30 Uhr, meldete sich telefonisch ein freundlicher Mann, angeblich ein Mitarbeiter eines Softwareherstellers.
Er wickelte sein Opfer verbal und rhetorisch geschickt ein, täuschte es und erhielt dadurch den erwünschten Fernzugriff auf den Computer. Dieser Zugriff bescherte ihm dann das Ausspähen eines Passwortes für die Bezahlung von Einkäufen im Internet. Die Polizei rät aus gegebenem Anlass erneut zur besonderen Vorsicht und warnt vor Betrügern am Telefon. 

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