Landkreis produziert jetzt in Biedenkopf Honig

In Biedenkopf by Redaktion

„Honig als Lebensmittel ist ein ‚Superfood‘ mit vielen positiven Effekten für die Gesundheit“, sagt die Landrätin. „Wir freuen uns auf eigenen Honig, den wir auch als Gastgeschenk in die Welt tragen können.“
Im Park der Außenstelle der Kreisverwaltung in Biedenkopf haben zwei Bienenvölker ein Zuhause gefunden. Damit leistet der Kreis einen weiteren Beitrag zur Förderung der Artenvielfalt. Der „Bienenzüchterverein Biedenkopf und Umgegend“ stellt die Völker zur Verfügung und übernimmt die Pflege.

Eigener Honig

Direkt neben einer Blühwiese und jungen Obstbäumen stehen im Park der Kreisverwaltung nun zwei Bienenkästen. Die Bienen sollen im Umkreis von bis zu drei Kilometern Wild- und Kulturpflanzen bestäuben. Im Frühjahr soll es zum ersten Mal eigenen Honig geben. Zum Schutz der Bienen, aber auch zum Schutz allzu neugieriger Besucher stehen die Stöcke hinter einem Gitterzaun. Die Carnica-Bienen gelten als friedlich und liefern guten Ertrag.

Die neuen Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung an der Außenstelle Biedenkopf: Bereits seit den 1930er Jahren wird in Biedenkopf die Carnica-Biene gezüchtet.

„Wir versuchen, die Völker großflächig zu verteilen“, sagte Helmut Schneider. „Denn Bienen könnten immer nur einen gewissen Radius abdecken, in dem sie bestäuben. Zudem fänden die Tiere so mehr Nahrung und produzierten mehr Honig.“

Nächstes Frühjahr wird der Landkreis erstmals eigenen Honig aus Biedenkopf haben: Landrätin Kirsten Fründt freut sich mit den weiteren Akteuren. (Fotos: Freya Altmüller)

Die Ansiedelung der Bienenvölker ist Teil des Parkkonzeptes am ehemaligen Landratsamt in Biedenkopf. Dort werde Wert auf ökologische Nachhaltigkeit gelegt, so Gerd Nienhaus, Leiter des Fachdienstes Infrastrukturelles Gebäudemanagement des Kreises. Eine Teichanlage mit heimischen Pflanzen und Bäume aus teilweise altem Bestand ergänzten die Vielfalt.