„Es braucht viel Empathie“

In Holzhausen, Region by Redaktion

Diplom-Religionspädagoge Christian Reifert, Inhaber der Fachstelle Notfallseelsorge im Dekanat, hat insgesamt 15 ehrenamtliche Mitarbeiter in der Notfallseelsorge und Krisenintervention geschult. Mit dabei: ein Team aus Referenten. Auch Einheiten der Feuerwehr Dautphetal und des DRK-Rettungsdienstes Mittelhessen kamen zum Einsatz.

Menschen auf Sofas im Gespräch mit den Krisenmanagern
Im Praxistest galt es, Menschen in psychosozialen Akutsituationen zu stabilisieren, im Gespräch zu begleiten und ihnen eine gewisse Handlungsfähigkeit wiederzugeben.

Der Lehrgangstag startete mit der schriftlichen Lernerfolgskontrolle der Absolventen des Basisseminars „Psychosoziale Notfallversorgung (PSNV)“. Nicht zuletzt wurde gemeinsam mit den „Betroffenen“ überlegt, welche Menschen sie gern in dieser Situation zu Unterstützung und zur Rückenstärkung bei sich haben möchten. „Dazu ist genaues Hinhören und aktives Zuhören eines der wichtigsten Instrumente“, erfuhren die Teilnehmenden. Eine gute Empathie und eine angemessene Form von Nähe und Distanz seien ebenso wichtig Faktoren.

Strategien und Strukturen

Da Menschen individuell sehr unterschiedlich in solchen Ausnahmesituationen reagieren, brauche es ein großes Repertoire an Strategien und Strukturen.
Am Ende jeder praktischen Übungseinheit wurde das Erlebte und Beobachtete genau ausgewertet und daraus Lehren für das weitere Handeln gezogen.

Krisenmitarbeiter im Gespräch mit Rettungsdienst
Damit die Übungen möglichst realistisch stattfinden konnten, wurde der Tag von den Aktiven der Feuerwehr und des Rettungsdienstes unterstützt. (Fotos: Stephan Schienbein)

An dieser Ausbildung Interessierte können sich unter christian.reifert @ekhn.de melden; denn auch im kommenden Jahr wird es wieder einen Ausbildungskurs PSNV geben.