Die Exponate des Monats im Hinterlandmuseum

In Biedenkopf, Kunst und Kultur by Redaktion

Zwei kleine Wildschweinfiguren aus Metall sind das Exponat des Monats im Hinterlandmuseum im Schloss Biedenkopf. Die beiden Objekte regionaler Metallverarbeitung stellen auch einen Bezug zu den „Tagen der Industriekultur Mittelhessen“ her.

Schaustücke

Kleine Metallobjekte wie diese beiden waren Schaustücke oder dienten als Briefbeschwerer. Die Darstellung männlicher Wildschweine verweist nicht nur auf die Jagd; der Keiler ist wegen seiner Kraft und Aggressivität darüber hinaus ein Symbol für Kampfesmut und unbändige Naturkraft.

Ein Geschenk

So ähnlich die beiden Plastiken der Form nach sind, ihr Material ist Ausdruck sich verändernder Produktions-Möglichkeiten: Gusseisen wurde im Hinterland schon seit dem 16. Jahrhundert in mehreren Eisenhütten produziert. Aluminium dagegen wurde erst 1808 entdeckt.

2 Wildschweine aus Metall.
In diesem Monat sind zwei Wildschweinfiguren aus Metall als Exponate des Monats im Hinterlandmuseum zu sehen. (Foto: Landkreis)

Der Aluminium-Keiler wurde dem Museum von einer Biedenkopfer Bürgerin geschenkt. Deren Vater war in der Eisen- und Metallgießerei Buchenau tätig, die dort seit 1935 bestand. Kleine Plastiken aus Aluminium wie das Wildschwein dienten in den 1970er Jahren als Geschenke für Besucher der Hütte, die heute nicht mehr besteht. Der eiserne Keiler dagegen ist vermutlich ein Buderus’scher Kunstguss aus Hirzenhain in der Wetterau.

Mit Maske

Ab sofort ist das Museum wieder dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die Empfehlung zu einem Corona-Test vor dem Museumsbesuch und die Verpflichtung zum Tragen einer medizinischen Maske in den Ausstellungsräumen gelten weiter.