Zu Ostern: Das bietet sich an

In Gönnern, Veranstaltungstipp by Redaktion

Dem Ostergeschehen bewusst „nachgehen“ in diesen so befremdlichen Zeiten: Rund um die evangelische Kirche in Gönnern können Interessierte noch bis nach Ostern einen kleinen Passionsweg begehen. Ausgedacht und auch umgesetzt haben Sabine Rückert und Liesel Stockfisch die Stationen.

Das letzte Abendmahl…

Tatkräftige Unterstützung gab es an manchen Stationen durch die Ehemänner – beispielsweise beim „letzten Abendmahl“, wo schwere Baumklötze rund um den Tisch zum Platznehmen einladen. Auch der benachbarte evangelische Kindergarten hat eine Station gestaltet: der Einzug Jesu nach Jerusalem auf dem Esel, der sich gleich zu Beginn des Weges findet, nur einige Meter hinter einem auch von den Kindern bemalten Stein mit der Aufschrift „Schön, dass du da bist“.

das leere Grab. Davor ein "Engel" und zwei knieende Frauen (Puppen).
Nichts sagt so viel über das Ostergeschehen aus wie das leere Grab.

Zwischen den Stationen finden sich wetterfest laminierte Texte, Gebete und Liedtexte ebenso wie besinnliche Gedanken und Gedichte mit Bezug zur jeweiligen Station. Manche der Stationen sind etwas aufwändiger gestaltet, beispielsweise der Garten Gethsemane, den die beiden Frauen am Karsamstag auch beleuchten wollen, oder der Hof des Hohepriesters mit dem Feuer, an dem stehend Petrus Jesus dreimal verleugnet. Auch der Hahn, der dies mit seinem Krähen kommentiert, darf an dieser Stelle nicht fehlen.

Sorgen und Nöte ablegen

Nach der Verurteilung durch Pilatus gelangt man zum Kreuz an der Talseite der Kirche, wo man symbolisch für seine Sorgen und Nöte eine Scherbe ablegen kann. Vor der Kirche findet sich dann das leere Grab mit einem eindrucksvollen Engel davor. Wer möchte, kann auf der Kirchtreppe zuhause bemalte oder verzierte Ostersteine ablegen. Die ersten Exemplare finden sich schon auf den Stufen.

zwei Frauen vor der Kirche. Das Geschehen auf Golgatha nachgestellt, daneben das Kohlenfeuer
Am Kreuz könne die Besucher Scherben ablegen, die ihre Sorgen und Nöte symbolisieren. (Fotos: Klaus Kordesch, eöa)

Gegenüber auf der Wiese haben Sabine Rückert und Liesel Stockfisch eine Osterwiese angelegt, auf der die ersten Frühblüher bereits durch die Erde gebrochen sind. „Wir sind voller Hoffnung, dass zu Ostern alles in voller Blüte steht, wenn es noch ein paar warme Tage gibt“, hoffen die beiden, „sonst helfen wir ein bisschen nach.“

Und sonst so?

Die meisten Gemeinden haben sich für den Verzicht auf Gottesdienste in ihren Kirchen entschieden, manche feiern unter freiem Himmel oder bieten Video-Aufzeichnungen, Zoom-Gottesdienste und Tondateien zum Anhören an. Auch einige schöne Aktionen ohne Kontakt haben sich die Haupt- und Ehrenamtlichen einfallen lassen.
Die Übersicht findet sich auf Dekanat-BiG.de. Da es bei den Angaben meist nicht mit Datum und Uhrzeit getan ist, sind wegen der Übersichtlichkeit die Angebote nach Nachbarschaftsräumen (NaRas) sortiert. Die zugehörigen Kirchengemeinden finden sich darunter aufgeführt.
Zu beachten ist auch die Kachel „Digital Gottesdienst feiern“, unter der sich Video- und Audio-Gottesdienste finden.