Endenberg: Gleitschirmflieger hing am Baum

In Bad Laasphe, Breidenstein by Redaktion

Am Sonntag, kurz nach 13 Uhr, alarmierte ein Spaziergänger die Einsatzkräfte mit dem Hinweis, ein abgestürzter Paraglider hinge am Endenberg im Baum. Der Löschzug 1 aus Bad Laasphe rückte aus. (Dort übrigens spricht man vom „Entenberg“.

Einsatzkräfte mit Leitern im Wald
Die Einsatzkräfte mussten einen Teil des Weges mit Leitern und weiterer Ausrüstung zu Fuß zurücklegen. (Foto: Feuerwehr Bad Laasphe)

Der Gleitschirmflieger selbst erklärte im Gespräch mit Backland.News, er habe unmittelbar nach seinem Malheur selbst die Notrufnummer gewählt und mitgeteilt, er benötige keine Hilfe. „Da aber waren die Einsatzkräfte schon raus“, erklärte der 27-Jährige. „Ich habe explizit betont, dass mir nichts fehlt – kein Kratzer – und dass daher kein Notarzt oder Rettungswagen benötigt wird.“

Mit langer Leiter wurde der Pilot unverletzt geborgen.
Mit langer Leiter wurde der Pilot unverletzt geborgen. (Foto: Lara-Janica Schmidt)

Die Einsatzstelle befand sich in schlecht zugänglichem Gelände am Gipfel des Endenbergs; so mussten die Einsatzkräfte einen Teil des Weges mit Leitern und weiterer Ausrüstung zu Fuß zurücklegen. Letztlich konnte der Gleitschirm-Pilot aus gut vier Metern Höhe sicher zurück auf den Boden gebracht werden. Im Einsatz befanden sich neben der Feuerwehr Bad Laasphe auch ein Rettungswagen, sowie der Rettungshubschrauber (Foto) und Einsatzkräfte der Polizei.

Gipfelbuch mit Eintrag über die Einsatzkräfte.
Ein nicht alltäglicher Eintrag findet sich nun auch im Gipfelbuch des Endenbergs. (Foto: Lara-Janica Schmidt)

Befragt, wie es zu dem Absturz gekommen sei, antwortet der Hinterländer: „Ich wollte bewusst an diese Stelle fliegen und dort, wie in den 25 Minuten zuvor, Höhe gewinnen. Vermutlich hatte der Wind zu dem Zeitpunkt etwas gedreht; und statt eines Aufwindes ging es dort unerwarteterweise nach unten. Ich war leider zu tief, sodass ich keine Möglichkeit mehr hatte den Bäumen auszuweichen.“

Hände vors Gesicht

Er habe also, wie in der Ausbildung gelernt, die Füße zusammengefasst und die Hände schützend vors Gesicht genommen und konnte so absolut unbeschadet im Baum hängen bleiben. „Auch wenn man es nicht glaubt ist, natürlich nach der Landung in freien, ebenen Gelände, die Baumlandung die zweitsicherste Landung“, betont er.