„Schockanrufer“ wollen in der Region Beute machen

In Dautphe, Polizeiberichte, Region by Redaktion

Flucht in Dautpher Lindenstraße:

Nach den ersten Ermittlungen war es zur Unfallzeit am Montag, 18. Januar, zwischen 6 und 6.30 Uhr eisglatt. Anwohner hörten ein typisches Unfallgeräusch, schauten heraus und sahen eine Person, die aus einem dunklen Auto ausstieg und sich den Schaden am geparkten weißen VW Polo ansah. Eine detailliertere Beschreibung dieser Person oder des dunklen Fahrzeugs war wegen der Dunkelheit nicht möglich. Am Polo war ein Schaden von mindestens 3.500 Euro entstanden.
Der Fahrer des verursachenden Autos fuhr von der Hauptstraße in Dautphe durch die Lindenstraße, rutschte nach links von der Fahrbahn ab und kollidierte mit dem aus seiner Sicht linksstehenden Polo. Am Polo wurde quasi die komplette Fahrerseite beschädigt. Der Verursacher entfernte sich anschließend, ohne sich um die Schadensregulierung zu kümmern. Wer hat den Unfall noch gesehen? Oder wo steht seit Montag ein vermutlich vorne oder ebenfalls linksseitig beschädigtes dunkles Fahrzeug mit eventuell weißer Fremdfarbe? Hinweise bitte an die Polizei Biedenkopf, Telefon 06461-929 50.

Schockanrufer melden sich

Aus aktuellem Anlass warnt die Polizei Mittelhessen aber zudem vor sogenannten Schockanrufern. Seit Montag wurden in unserer Region bereits über zwei Dutzend Personen angerufen. Bislang hatten die Betrüger, die sich unter anderem als Enkel aber auch als Angehörige der Staatsanwaltschaft ausgaben, noch keinen Erfolg.
Schockanrufe sind eine besonders perfide und verwerfliche Variante des bekannten Enkeltricks. Es handelt sich um Betrug. Der Anrufer schockiert den Anrufer mit einer schlimmen Geschichte, ist aber einzig und allein auf das Geld aus. Die wie auch immer dargestellte Notsituation ist frei erfunden und entbehrt jeder Grundlage.

Mann  um die 60 schlägt sich erschrocken die Hand vor den Mund.
Ein Schockanrufer meldet sich? Legen Sie sofort auf! (Foto: Gerd Altmann)

„Beenden Sie das Gespräch und rufen Sie im Zweifel über die 110 die Polizei an. Informieren Sie ihre Angehörigen über die gegenwärtige Betrugsmasche“,rät der Polizeisprecher. „Überweisen Sie nicht und händigen Sie niemals Geld aus!“
Im Internet unter polizei.hessen.de oder unter www.polizei-beratung.de stehen wertvolle Informationen zu diesen Themen.