Was tun beim Wildunfall?

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Mit dem Einzug des Herbstes ist aktuell auf den Straßen besondere Vorsicht geboten. Wildschweine, Rehe, Hirsche und andere Wildtiere gehen meist im Schutz der Dunkelheit auf Futtersuche. Da sie auf den Feldern nicht mehr ausreichend Nahrung finden, überqueren sie häufig Straßen auf der Suche nach anderen Futterquellen.

Nicht ausweichen

Gerade im Morgengrauen und in der Dämmerung droht die Gefahr von Wildunfällen, da die gefährlichsten Stunden in den Berufsverkehr-Rhythmus fallen. Jens Womelsdorf, Verkehrssicherheitsexperte des ACE, Deutschlands zweitgrößtem Autoclub, rät Autofahrern deshalb jetzt zu größerer Vorsicht, vorausschauendem Fahren und dem unbedingten Beachten der Warnschilder vor Wildwechsel.

Reh neben einer Straße
Die wildaktive Zeit beginnt und mit ihr steigt die Gefahr von Wildunfällen. 

Droht eine Kollision mit einem Wildtier, sollte auf keinen Fall mit einem Ausweichmanöver reagiert werden. Es besteht das Risiko, in den Gegenverkehr zu geraten oder gegen einen Baum zu prallen. So stark wie möglich abbremsen und das Lenkrad mit beiden Händen festhalten.

Wenn’s passiert ist:

  1. Warnblinkanlage einschalten, Warnweste anziehen und die Unfallstelle mit dem Warndreieck absichern.
  2. Anschließend in jedem Fall die Polizei und besser auch die Forstdienststelle verständigen. Zur abschließenden Schadenregulierung muss bei den Versicherungen eine Wildunfallbescheinigung eingereicht werden, die am Unfallort durch die Polizei oder die Vertreter der Forstdienststelle ausgestellt wird.
  3. Angefahrene Wildtiere sollten unter keinen Umständen angefasst werden. Sie könnten auskeilen, Krankheiten übertragen oder im Falle leichter Verletzungen von ihrer Herde nicht mehr akzeptiert werden.
  4. Für die Versicherung kann eine Dokumentation des Schadens am Fahrzeug durch Fotos hilfreich sein.

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