„Die Armut ist unvorstellbar groß“

In Biedenkopf, Region by RedaktionLeave a Comment

„Es ist wichtig, dass der Arbeitszweig Auslandshilfe des Bundes der Freien evangelischen Gemeinden (FeG) unterstützt wird.“ Das findet sowohl der DRK-Kreisverband Biedenkopf als auch die Belegärzte. Aus diesem Grund wurden Pflegerollstühle, Rollatoren sowie zahlreiche Zubehörteile, mobile Lifter sowie ein Lifter für die Badewanne, ein Ergometer, Pflegebetten im DRK-Krankenhaus und im Seniorenzentrum Wallau (SZW) von Christoph Lantelme abgeholt. Lantelme leitet und koordiniert die Auslands- und Katastrophenhilfe der FeG.

Große Armut

Von Belegärzten gab es noch einen Arthroskopie-Turm und ein Sonographie Gerät dazu. „Man kann sich gar nicht vorstellen, wie groß die Armut in vielen osteuropäischen Ländern wie der Ukraine oder Moldawien ist“, sagt Christoph Lantelme.

Mit Kusshand

„Es gibt medizinische Geräte, die aufgrund geänderter Richtlinien in Deutschland nicht mehr genutzt werden können, aber einsatzfähig sind und in vielen Ländern mit Kusshand genommen werden.“
„Wir freuen uns, dass wir mit unserer Spende helfen können und wissen, dass diese wirklich dort ankommt, wo sie benötigt wird“, sagt A. Cornelia Bönnighausen, Vorstandsvorsitzende des Kreisverbands Biedenkopf.

Jede Woche

Wer denkt, dass die FeG aufgrund von Corona ihr Programm heruntergeschraubt hat, irrt. Im letzten Jahr wurden 700 Tonnen Hilfsgüter an Bedürftige in Osteuropa verteilt, wobei dies in diesem Jahr noch übertroffen werden dürfte. „Jede Woche geht ein LKW raus, der mit medizinischen Hilfsmitteln, Kleidung, Lebensmitteln, aber auch teilweise mit Baumaterialien beladen ist“, so Christoph Lantelme.

2 Männer vor geöffnetem Transporter mit Hilfsgütern
Christoph Lantelme (li.) und Manfred Weitzel betreuen die Beladung. (Foto: DRK)

Die Ehrenamtler, die die Lastwagen nach Osteuropa steuern, müssen nach der Rückkehr nicht in Quarantäne, da die Regeln im Güterkraftverkehr nicht herrschen. Sie werden vor der Fahrt mit Desinfektionsmittel und Mundschutz ausgestattet, werden angehalten sich beim Entladen zurückzuhalten und den Mindestabstand zu wahren. Zudem nutzen sie zumeist die Möglichkeit im LKW zu übernachten.

Hut ab!

Der DRK-Kreisverband Biedenkopf zieht den Hut vor so viel ehrenamtlichem Engagement und wird auch weiterhin der FeG regelmäßig medizinische Güter zur Verfügung stellen.

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