Besonderheit: Konfirmationsschein von 1902

In Biedenkopf by Redaktion

Regina Spitthöver aus Warendorf in Westfalen hat das Exponat des Monats September ans Hinterlandmuseum gestiftet. Die Eintragungen auf dem gestifteten Dokument beurkunden die Konfirmation von Bertha Rink, die am 19. Mai 1902 in Hartenrod gefeiert wurde.

Mit Dekor

Bei Bertha Rink, geboren am 5. März 1888, handelte es sich um die Tochter vom Strumpfwarenhändler Karl Ludwig Rink und dessen Ehefrau Louise „wohnhaft zu Hütte bei Wommelshausen“.

Immer aufwändiger

Konfirmationsscheine wurden im Großherzogtum Hessen und somit auch im Hinterland erst 1852 allgemein eingeführt. Die ältesten Scheine aus den 1850er Jahren enthielten nur Text, aber schon in den 1860er Jahren kamen Illustrationen hinzu. Zunächst nur schwarz-weiß, wurden sie bald farbig und immer aufwändiger.

Der Schein mit Text und Dekorationsumrandung
Ab etwa 1860 Jahren finden sich Illustrationen auf den Konfirmationsscheinen. (Foto: Museum)

Dieser Gedenkschein wurde etwa seit 1892 vertrieben und schnell zu einem der erfolgreichsten und weit verbreitetsten Scheine. Im Hinterland wurde er bei mindestens zehn Konfirmationen zwischen 1895 und 1914 verteilt: einmal in Dautphe, Frohnhausen bei Battenberg, Hartenrod, Obereisenhausen und Wallau sowie fünfmal in Gladenbach.

Aus Zigarrenkisten

Der Schein für Bertha Rink zeichnet sich außerdem durch einen besonders schönen originalen Rahmen aus, der unter anderem aus Zigarrenkisten gefertigt wurde. Infos zu Öffnungszeiten des Museums und den Preisen finden Interessierte auf der Seite marburg-biedenkopf.de.