Ein Gesundheits-Zentrum im Gansbachtal?

In Angelburg, Bad Endbach, Steffenberg by Redaktion

Der Kreisbeigeordnete Manfred Hoim und die hessische Umweltministerin Priska Hinz haben gemeinsam fünf Förderbescheide in einer Höhe von rund 342.000 Euro an heimische Betriebe und Projekte zur Unterstützung übergeben. „Die Ziele, die sich die jetzt mit Förderbescheiden bedachten Kommunen stecken, sind ein tolles Beispiels dafür, wie vielfältig und engagiert sich die Menschen hier für die Attraktivität der Region einsetzen und auch bereit sind, dafür Geld zu investieren“, heißt es aus dem Kreishaus. Dieses Engagement zeige auch, dass der ländliche Raum sehr lebendig und agil sei und großes Entwicklungspotenzial besitze.

Handlungsbedarf besteht

Auch die Gemeinden Angelburg und Steffenberg können sich über Fördermittel für ein gemeinsames Projekt freuen: EU und Land fördern dort mit rund 30.555 Euro eine Machbarkeits-Studie. Damit soll die Möglichkeit eines Gesundheitszentrums im Gansbachtal geprüft werden. Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen insgesamt bei fast 52.000 Euro.
In den Kommunen Angelburg und Steffenberg besteht derzeit Handlungsbedarf in der ärztlichen Versorgung: In dieser Region sind bereits ärztliche Sitze weggefallen, das Durchschnittsalter der Ärztinnen und Ärzte ist mit 62 Jahren hoch.

Attraktivität steigern

Um die Attraktivität der Kommunen Angelburg und Steffenberg für junge Ärztinnen und Ärzte zu steigern, sind Investitionen in Räume und Personal notwendig. Eine Möglichkeit für ein nachhaltig attraktives Angebot könnte ein regionales Gesundheitszentrum sein.
Diese Option kann nun mit der Studie umfassend geprüft werden, die Chancen und Risiken eines solchen Gesundheitszentrums analysiert und eine Entscheidungsgrundlage schafft.

Insgesamt 18 Kommunen

Es sind insgesamt 18 Kommunen, die in diesem Jahr Teil des hessischen Dorfentwicklungsprogramms werden. Für die Umsetzung verschiedener Projekte und Maßnahmen stehen diesen Kommunen bis zum Jahr 2027 jährlich rund 35 Millionen Euro an Fördermitteln von EU, Bund und Land zur Verfügung.

Über die Förderbescheide für die Dorf- und Regionalentwicklung freuen sich unter anderem Bad Endbachs Bürgermeister Julian Schweitzer (Vorsitzender Region Lahn-Dill-Bergland), Thomas Beck (Bürgermeister Angelburg), und Gernot Wege (Bürgermeister Steffenberg). (Foto: Landkreis)

Die Region Lahn-Dill-Bergland erhält einen Zuschuss in Höhe von über 150.000 Euro für verschiedene Einzelprojekte. Die Mittel stammen aus dem gemeinsam von Bund und Ländern getragenen Programm „Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“. Im Jahr 2020 umfasst die Förderung im Lahn-Dill-Bergland insgesamt 15 Einzelprojekte, die von der Gestaltung von Freizeitanlagen über die Anschaffung technischer Ausstattung bis hin zu der Schaffung von Dorftreffpunkten reichen. Mit dem Regionalbudget sollen kleinere, ortsangepasste Vorhaben in einem vereinfachten Verfahren unterstützt werden. Die Gesamtkosten der Vorhaben liegen bei insgesamt über 221.000 Euro.