Polizei warnt vor Fake-Shops im Internet

In Polizeiberichte, Überregional by Redaktion

„Immer wieder gibt es Anzeigen über Taten, bei denen das Internet eine Rolle spielt“, sagt Polizeisprecher Martin Ahlich und warnt davor, in Fake-Shops zu bestellen. „Da heißt es im Polizeibericht etwa: ‚Die Betroffene hat in einem Internetshop eine Spielekonsole bestellt und den Kaufpreis in Höhe von 199,55 Euro überwiesen…“ Aber das Gerät kam dann nicht an, und die anschließende Kontaktaufnahme schlug fehl.

Aufmachung professionell

So etwas passiert leider immer öfter. „Selbst wenn die Aufmachung höchst professionell aussieht und Daten im Impressum und bei den Kontakten enthält, könnte alles eben gefaket sein“, warnt Ahlich. Man sollte vor dem Kauf über Verbraucherzentralen oder Bewertungsportale recherchieren. Gibt es im Netz bereits Kommentare oder Warnungen zu dem Shop? Gibt es die Anschrift überhaupt? Erreiche ich vor dem Kauf jemanden über die genannten Kontaktdaten?

Nicht zu billig!

Darüber hinaus stellt sich die Frage nach dem Preisvergleich. Ist ein Produkt über die Maße günstig, sollten die Alarmglocken schrillen. Wie sieht es aus mit der Bezahlung? Gibt es mehrere Alternativen? Gibt es sichere Bezahlsysteme? Ist vielleicht sogar zwingend ein Geldtransfersystem wie Western Union vorgeschrieben? Misstrauen hilft vor Schaden, – wenn Waren nur per Vorkasse oder Bargeld-Transfersystem angeboten werden. Handelt es sich um ein Empfängerkonto im In- oder Ausland?

Ein Mensch reicht Geld an einen Arm der aus dem PC-Monitor herausragt.
Ist ein Produkt über die Maße günstig, sollten die Alarmglocken schrillen. Möglicherweise ist es nur ein Lockangebot.

„Wenn man sich nur in einem der hier beispielhaft aufgeführten Anhaltspunkte unsicher ist, sollte man eher auf den Kauf verzichten. Alles in allem bewahren eine besondere Vorsicht, Aufmerksamkeit und ein gesundes Misstrauen bei Geschäften im Netz vor einem finanziellen Schaden“, sagt Martin Ahlich.