Landkreis sperrt nachts Straßen für Kröten

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Wie in jedem Jahr, wenn der Winter zu Ende geht und die Temperaturen milder werden, beginnen die Amphibien mit ihrer Laichwanderung. Und so sperrt die Naturschutzbehörde des Landkreises auch in dieser Saison nachts wieder Straßen. „Zum Schutz der Tiere, aber auch zur Sicherheit der Autofahrer“ wie es heißt.

Montag geht’s los

Die Gemeindestraße zwischen Marburg-Ronhausen und Weimar-Argenstein (ehemalige Kreisstraße 42) wird, voraussichtlich ab Montag, 10. Februar, in den Nachtstunden zwischen 19 Uhr abends und 6 Uhr morgens mit einer fest installierten Schranke gesperrt. An der Kreisstraße 59 zwischen Roth und Niederwalgern sorgt in dieser Zeit eine mobile Absperrung dafür, dass die Kröten gefahrlos die Straße nutzen können.

Bis in den April

Sobald nämlich über längere Zeit wieder Temperaturen über fünf Grad Celsius herrschen, machen sich die Tiere auf den Weg zu ihren Fortpflanzungsgewässern. Die Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Fronhausen und die Gemeinde Weimar übernehmen den täglichen Auf- und Abbau der Sperreinrichtung. Je nach Wetterlage werden die nächtlichen Straßensperrungen bis zum 19. April andauern.

Eine Kröte hockt auf einer Straße und schaut in die Luft.
Eine Erdkröte benötigt zehn bis zwanzig Minuten, um eine 15 Meter breite Straße zu überqueren.

Um die hohe Zahl der Verkehrsopfer unter den Amphibien zumindest in diesen Bereichen zu verringern, haben die Gemeinde Weimar und die unteren Naturschutzbehörden des Landkreises Marburg-Biedenkopf und der Stadt Marburg beschlossen, die genannten Straßen für den Durchgangsverkehr nachts zu sperren.

Es wird kontrolliert

Die beteiligten Behörden sowie die Polizei bitten die Verkehrsteilnehmer, die Sperrungen zu beachten und die ehrenamtlich Tätigen vor Ort bei ihren täglichen und nächtlichen Einsätzen zu unterstützen. Es finden auch Kontrollen statt.

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