Unsere Nachbarn „können nicht Biomüll“

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Etwas ist faul in den Biotonnen in Siegen-Wittgenstein – aber nur zu 88 Prozent. Die restlichen zwölf Prozent faulen und verrotten leider nicht oder nur zu langsam und das bereitet dem Umweltamt unseres Nachbarkreises wie auch den Kommunen große Sorgen.

Selbst Elektroschrott

Untersuchungen des Kreis-Umweltamts in Zusammenarbeit mit dem Olper Entsorgungszentrum, in dem der Biomüll aus Siegen-Wittgenstein verwertet wird, zeigen, dass zwölf Prozent des Mülls sogenannte Störstoffe sind. Das ist viel zu viel und behindert den natürlichen Prozess der Kompostierung erheblich. „Was wir zum Teil im Biomüll finden, macht mich manchmal wirklich sprachlos“, sagt die Leiterin des Kreis-Umweltamtes, Beatrice Bender. „Das reicht vom kompletten Inhalt von Restmülltonnen bis hin zu Elektrogeräten.“

Wenn sich in absehbarer Zeit nichts ändert, werden die Bürger zur Kasse gebeten.

Um das alles aus dem Biomüll wieder herauszuholen, muss das Kompostwerk einen großen Aufwand betreiben, der zusätzliche vermeidbare Kosten verursacht. Dazu zählen zum Beispiel Personal, das per Hand die Störstoffe entfernt oder die regelmäßige kostenpflichtige Entsorgung des angesammelten Restmülls durch eine externe Firma. Wenn sich in absehbarer Zeit nichts ändert, müssen die Mehrkosten von der Allgemeinheit in Form von höheren Abfallgebühren getragen werden.

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