Sackpfeifenlyrik kam gut an

In Biedenkopf by Redaktion

Zum ersten Mal trafen sich jüngst bei herrlichem Wetter nachmittags zwölf Literaturfreunde aus dem Hinterland und aus Wittgenstein, um unter der Leitung von Christoph Kaiser etwa eine Stunde lang durch den Wald zu gehen. Ziel dabei: in Stille und Achtsamkeit auf sich, die Natur, die Mitgehenden und Texte verschiedener Autoren und Traditionen zu achten.
Die Themen betrafen den Themen Herbst, die Vergänglichkeit und den Tod.

Betont schweigend

Die Stille des betont schweigend zurück gelegten Weges zum Kaiser-Wilhelm-Turm und zurück wurde von Kaiser und verschiedenen anderen in unregelmäßigen Abständen durch den Vortrag eines Gedichtes nach freier Wahl unterbrochen.
Die Spanne reichte von dem „Herrn zu Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ von Theodor Fontane über ein Todeslied aus dem 30-jährigen Krieg und Hinterländer Haikus von Christoph Kaiser bis hin zu Rainer Maria Rilkes „Herbstlied“.

Die Stille des betont schweigend zurück gelegten Weges wurde durch lyrische Beiträge aufgelockert. (Foto: Erla Blöcher)

„Ich hatte eigentlich geplant, diese Art der Veranstaltung einmal pro Jahreszeit anzubieten – das nächste Mal am 18. Januar mit Gedichten zum Winter“, so Christoph Kaiser im Gespräch mit Backland.News. „Von Seiten einiger Teilnehmenden wurde allerdings der Wunsch laut, die Reihe deutlich öfter fortzusetzen.“