Jahresempfang des DRK- Kreisverbands: nicht nur Lobhudelei

In Biedenkopf, Dautphetal by Redaktion

Präsident Werner Reitz konnte etwa 100 ehrenamtliche Helfer, Mitarbeiter und Ehrengäste beim traditionellen Jahresempfang des DRK-Kreisverbandes Biedenkopf im Bürgerhaus in Dautphe begrüßen. Er bedankte sich für die geleistete Arbeit der DRKler. Er stellte das neue Präsidium vor und verabschiedete gleichzeitig das Alte.
Zudem teilte Werner Reitz den Anwesenden stolz mit, dass der DRK Kreisverband Biedenkopf im Jahr 2018 die Blutspenderzahlen um elf Prozent sowie die Anzahl der Erste Hilfe-Kurse um zehn Prozent steigern konnte.

Im Rahmen des Jahresempfangs gab es viel zu loben und Gelegenheiten, Dank auszusprechen.

Die Vorstandsvorsitzende des Kreisverbands, A. Cornelia Bönnighausen, machte deutlich, dass der Verein mit seinem Krankenhaus und der damit verbundenen Grund-, Regel- und Notfallversorgung eine Besonderheit einerseits im Landesverband, andererseits aber auch für die Bevölkerung im Hinterland darstellt. Schließlich ist der Kreis für die Daseinsfürsorge zuständig. Die Chefin fand aber auch kritische Worte und richtete den einen oder anderen Appell an die Politik.

Die Verabschiedung des alten Präsidiums durch Werner Reitz (li.). (Fotos: DRK)

Sie thematisierte den Pflegefachkräftemangel und die immer größer werdende Bürokratie. Schließlich frisst die medizinische Dokumentation jede Menge Zeit, so dass weniger Zeit für den Patienten bleibt. Zudem wurde die Problematik des Ehrenamtes angesprochen, die häufig darin besteht, dass wenige Firmen bereit sind, ihre Arbeitnehmer freizustellen und insbesondere für deren Grundausbildung viel Urlaub geopfert werden muss.

Vorbildlich: Werner Reitz, Norbert Södler, Frank Salzmann und A. Cornelia Bönnighausen bedanken sich bei Dirk Fischbach (2. v. re.). Dieser stellt seinen Mitarbeiter Frank Salzmann stets für die Dienste des DRK Biedenkopf von seiner Arbeit frei.

Ein positives Beispiel sind die Gebrüder Fischbach (Fenster- und Rolladenbau), an diesem Abend von Norbert Södler, dem Präsidenten des DRK-Landesverbandes Hessen geehrt. Das Unternehmen stellt schon seit vielen Jahren Mitarbeiter für Einsätze in der DRK-Bereitschaft und für den Katastrophenschutz frei.
Aus vielen Reihen lautete der Tenor, dass insbesondere im Zuge des diesjährigen Grenzgangs den Ehrenamtlern eine große Wertschätzung zuteil wurde und sich die Arbeit lohnt. Das Jugend-Rotkreuz (JRK) zeigte in einem kleinen Theaterstück die sieben Grundsätze des DRK.