Immenser Schaden durch Lkw-Aufprall: THW-Kräfte sicherten ab

In Hommertshausen by Redaktion

Die Schadenshöhe ist bei weitem noch nicht abzusehen. Aber die Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks (THW) haben jüngst wieder ganze Arbeit geleistet, als ein Lkw zunächst gegen zwei Häuser und dann auch noch gegen eine Wand der eingerüsteten Kirche in Hommertshausen donnerte. Nachdem die Einsatzstelle durch einen Baufachberater besichtigt wurde, erfolgte die Alarmierung des Technischen Zuges des THW Biedenkopf.  

Das denkmalgeschützte Gebäude wurde von den THW’lern teilweise mittels Kreuzstapel aus Kanthölzern unterbaut. (Fotos: THW)

Zunächst übernahmen die Fachkräfte die Sicherung der Hausfassade und Dorfkirche mittels Abstützmaßnahmen sowie die Ausleuchtung der Einsatzstelle zur Bergung des 40-Tonners. Vor Ort wurde durch die 16 Helfer des OV Biedenkopf die einsturzgefährdete Ecke des Wohnhauses mit Baustützen gesichert, um weitere Schäden zu vermeiden, wie das THW mitteilte. Zur weiteren Sicherung der Fassade des Wohnhauses wurde der Ortsverband Marburg hinzugezogen, der die Fassade mit dem Abstütz-System-Holz (ASH) sicherte. 

Durch den schweren Aufprall des tonnenschweren Lkw hatte sich die alte Fachwerkkirche teilweise vom Sockel geschoben.

Durch den schweren Aufprall des tonnenschweren, mit Schrott beladenen Lkw hatte sich die alte Fachwerkkirche teilweise vom Sockel geschoben. Mangelnde Ladungssicherheit hatte nach Expertenmeinung zu dem Unfall geführt. Zu deren Sicherung wurde zunächst durch eine Fachfirma das Baugerüst abgebaut, mit dem das denkmalgeschützte Gotteshaus wegen einer aktuellen Sanierung eingerüstet war. Erst danach konnte durch das THW Biedenkopf die Sicherung der Kirche durchgeführt werden. Dafür wurde die Kirche teilweise mittels Kreuzstapel aus Kanthölzern unterbaut.

Auch zwei weitere Gebäude wurden beschädigt – die Einsatzkräfte des THW sicherten auch diese fachgerecht ab.

Da sich auf der Kirchenrückseite durch den Aufprall Balken aus ihrer Verzapfung gelöst hatten, wurden diese mit Hilfe sogenannter Strebstützen abgefangen. 
Während der Bergung des Lastwagens leuchteten die beiden Ortsverbände die Einsatzstelle aus und sicherten sie anschließend gemeinsam mit Polizei und Bauhof der Gemeinde Dautphetal ab, wie die THW’ler berichteten.

Wohl, weil die Ladung schlecht gesichert war, prallte der 40-Tonner unter anderem mit Wucht gegen das Kirchengebäude.

Wie es nun weitergeht, mit dem unter Denkmalschutz stehenden Kirchengebäude, das müssen die Sachverständigen nun erst einmal unter Berücksichtigung aller Gegebenheiten abklären. Der Gesamtschaden ist von außen gar nicht in dem Ausmaß zu erkennen – denn erst auch von innen betrachtet wird deutlich, welch hoher Sanierungsaufwand notwendig werden wird. Doch zunächst muss die Kirche nun entsprechend winterfest gemacht werden. Betreten werden darf das Gotteshaus, wie man sich denken kann, erst einmal nicht.