Etat-Entwurf ist ausgeglichen und weist Überschuss aus

In Landkreis by Redaktion

Landrätin Kirsten Fründt brachte während der Sitzung des Kreistages unlängst den Haushaltsplan des Landkreises Marburg-Biedenkopf für das Jahr 2020 ein. Jetzt folgen Beratungen in politischen Gremien sowie die Abstimmung über das Zahlenwerk in der nächsten Sitzung des Kreistages am 13. Dezember.
Ein Haushaltsplan ist von jeder Kommune zu erstellen. Er ist die Grundlage für die Haushaltswirtschaft des Landkreises und enthält Angaben zu den in einem Jahr geplanten Einnahmen, Ausgaben und Investitionsmaßnahmen.

Landrätin Kirsten Fründt brachte während der Sitzung des Kreistages den Haushaltsplan des Landkreises Marburg-Biedenkopf für das Jahr 2020 ein. (Foto: Landkreis)

In Kürze: Der Haushaltsplan ist nach den Vorgaben des Gesetzes mit einem Überschuss von 270.790 Euro ausgeglichen, wird nach den Planungen die vorgeschriebenen zahlungswirksamen Überschüsse zur Leistung der Kredittilgungen in Höhe von 6,7 Millionen Euro erwirtschaften und überdies dafür sorgen, dass die bereits gebildete Liquiditätsreserve von 7,1 Millionen Euro weiterhin vorhanden und gesichert ist. Der Haushaltsentwurf erfüllt damit die genehmigungsrechtlichen Vorgaben.

Gute Aussichten

Auch in den Finanzplanungsjahren 2021 bis 2023 wird der Landkreis nach den heute möglichen Einschätzungen seinen Ergebnishaushalt ausgleichen können.
Die zweite wesentliche Botschaft neben dem Haushaltsausgleich ist, dass der Haushaltsausgleich ohne eine Erhöhung der in 2019 im Nachtragshaushalt vorgenommenen deutlichen Senkung der Kreisumlage um 1,65 Prozent-Punkte auf 30,11 Prozent-Punkte gelingt.

Kreisumlage gesenkt

„Wir haben die Städte und Gemeinden in unserem Landkreis in 2019 durch die Senkung der Kreisumlage um 5,2 Millionen Euro entlastet. Das war im Wesentlichen deshalb möglich, weil uns Steuererstattungen im Umfang von 4 Millionen Euro zur Verfügung standen. Auf einen solchen Sondereffekt können wir 2020 nicht zurückgreifen. Umso erfreulicher ist es deshalb, dass unser Hebesatz von 30,11 Prozent, der inzwischen der niedrigste im Regierungsbezirk Gießen ist und mit dem wir auch unter dem Landesdurchschnitt von 33,5 Prozent liegen, in 2020 nicht wieder angehoben werden muss“, sagte Kirsten Fründt in ihrer Haushaltsrede vor dem Kreistag.
Die vollständige Haushaltsrede sowie der vollständige Haushaltsplan-Entwurf finden sich auch online hier.