Zielgerichtete Unterstützung für Langzeitarbeitslose

In Gesundheit, Landkreis, Marburg by RedaktionLeave a Comment

Nicht wenige Menschen erleben Arbeitslosigkeit und die damit einhergehende Abhängigkeit staatlicher Leistungen negativ, was sich zum Teil massiv auf die Gesundheit auswirkt. Auf dem Weg aus der Langzeitarbeitslosigkeit kann eine psychische Erkrankung ein Hindernis sein. Allerdings sei es häufiger der Fall, so Professor Dr. Tilo Kircher von der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Marburg, dass eine solche Erkrankung erst ursächlich für den Verlust einer Arbeitsstelle sei.

Gar nicht selten

Überhaupt seien solche Krankheitsbilder nicht selten, denn rund 37 Prozent der Menschen beziehen Arbeitslosengeld II. Es gibt also einen Zusammenhang von psychischen Erkrankungen und Arbeitslosigkeit. „Allerdings gehört die Möglichkeit einer therapeutischen Intervention oder Hilfe in aller Regel nicht zur Unterstützung durch ein Kreis-Job-Center“, sagt Andrea Martin vom Fachbereich Integration und Arbeit der Kreisverwaltung. 

Es wird beraten und betreut. Die Zusammenarbeit bringt’s. (Foto: Veranstalter)

Hier hat das KJC gemeinsam mit dem UKGM bereits vor vier Jahren mit dem Angebot eines „psychosozialen Coachings“ reagiert. Äußert ein Betroffener von sich auch psychische Probleme oder nimmt ein Fallmanager möglicherweise auffälliges Verhalten bei einem Kunden wahr, informiert der Fallmanager über das Coaching und lädt den Kunden nach Rücksprache mit der Psychologin ein. Der Ablauf kann individuell angepasst werden.

Die Lösung

Entstanden ist die Idee, über Kooperationen Psychologen in Jobcentern arbeiten zu lassen. So arbeiten in Marburg die Beteiligten besonders eng und gut miteinander, weil sie schon in der Vergangenheit mit dem Projekt „Bürgerarbeit“ Kontakte zu dem Bündnis gegen Depression geschaffen haben.
Dass das Projekt im hiesigen Jobcenter besonders gut funktioniert wird auch dadurch deutlich, dass Lisa Rau im Mai dieses Jahres im Rahmen einer Tagung „Psychische Gesundheit im SGB II“  in Frankfurt das Modell der Zusammenarbeit vorstellen konnte.

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