„Ich glaub, ich steh‘ im Wald“

In Gladenbach by Redaktion

„Ich glaub, ich steh‘ im Wald“: Das konnten Besucher jetzt im Gladenbacher Haus des Gastes denken. Die Hinterländer Jäger hatten hier wieder ein Stück Wald dargestellt – ziemlich lebensnah mit Tierpräparaten, Bäumen und weiteren Requisiten. Im Rahmen der Hauptversammlung nutzten sie damit die Gelegenheit, Kindern die Tierwelt unserer Region nahezubringen.

Mit viel Liebe fürs Detail gestalteten die Hinterländer Jäger auch diesmal wieder ein Diorama im Haus des Gastes. (Fotos: Florian Gerlach)

Diesmal wurde sogar ein Shuttlebus für die Kindergarten- und Schulklassen zur Verfügung gestellt; und so waren es schließlich rund 250 Mädchen und Jungen, die hier schauten, staunten und auch einiges lernten. Die Präsentation des Wildes hat lange Tradition, ebenso wie die Trophäenschau, die ebenfalls vor Ort stattfand, wie auch die Jahreshautversammlung am vergangenen Samstag.

Vom Wildschwein (links) bis zum Wolf (rechts) reichten die absolut lebensechten Exponate.

Unlängst erst wurden die Jäger übrigens wieder seitens der Tierschutzorganisation Peta zu Unrecht verunglimpft, als ein toter Dachs bei Oberhörlen mit abgetrenntem Kopf aufgefunden worden war.
Peta mutmaßte direkt eine unerlaubte Tötung während der Schonzeit durch Jäger und äußerte: „Viele Jäger betrachten den Wald als rechtsfreien Raum“, wie die örtliche Tageszeitung zitierte. Gleichwohl ergaben die polizeilichen Ermittlungen, dass der verendete Dachs stattdessen durch einen Wildunfall mit einem Pkw zu Tode gekommen war.

Jäger sind „Hegende“

Im Gegenteil: Jäger nehmen auch die Hege immens wichtig – ein Grundelement des Selbstverständnisses der Jäger, der sogenannten „Waidgerechtigkeit“ zugehörig.
Nach § 1 Abs. 2 des Bundesjagdgesetzes verpflichtet das Hegegebot die Jäger, der Artenvielfalt des Wildes nicht zu schaden. Und diese Pflicht erstreckt sich nicht nur auf solche Wildarten, die durch die Jagd- und Schonzeitregeln erfasst werden, sondern auch auf Wild, das permanent nicht bejagt werden darf. Die Jäger als Jagdpächter sind zudem regional in Hegegemeinschaften zusammengeschlossen.