Besuch der Polizei endet zweimal mit böser Überraschung

In Polizeiberichte by Redaktion

„Wir Beamten erleben tagtäglich kuriose Dinge während der Arbeitszeit“, sagt Polizeisprecher Jürgen Schlick und hat heute gleich über zwei außergewöhnliche Fälle zu berichten. Das Fazit der Polizisten danach ist eindeutig: Nicht jeder Besuch bei der Polizei zum Zweck der Anzeigenerstattung verläuft ohne Probleme.

So ähnlich sah er wohl aus – der Haftbefehl. Da der Mann den Betrag zur Abwendung der Haft nicht zahlen konnte, „sitzt“ er nun. (Foto: Max/Wikipedia)

Aber der Reihe nach. Am Mittwochvormittag erschien ein junger Mann bei der Marburger Polizei, um den Verlust seines Ausweises anzuzeigen. Der zuständige Beamte stellte schnell fest, dass gegen den 20-Jährigen ein Haftbefehl vorlag. Da er den geforderten Geldbetrag zur Abwendung der Haft nicht bezahlen konnte, sitzt er nun für eine Weile in einer Justizvollzugsanstalt ein.

„Don’t drink and drive“

Und heute (16. Mai) meldet sich ein offenbar alkoholisierter Mann kurz nach Mitternacht telefonisch bei der Polizei, um die Sachbeschädigung an seinem Auto anzuzeigen. Der Hinweis der Beamten, doch bitte zur Tageszeit und nüchtern bei der Polizei zu erscheinen, fruchtete nicht wirklich. Schon zwei Stunden später erschien der 24-Jährige auf der Dienststelle und gab an, ein Bekannter habe ihn gefahren. Als die Ordnungshüter ihn Minuten später aus dem Foyer zur Anzeigenaufnahme ins Büro holen wollten, fehlte von ihm jede Spur.
Das rief eine Streife auf den Plan, die den erheblich alkoholisierten Mann hinter dem Steuer seines Wagens auf der Beltershäuser Straße stoppte. Es folgte eine Blutentnahme und die Sicherstellung des Führerscheines. Fazit: für beide mehr als dumm gelaufen.