Was hat Notre Dame mit uns zu tun?

In Marburg by Redaktion

Die Pariser Kathedrale Notre Dame wurde durch Feuer massiv beschädigt, was viele betroffen macht. Aber: „Auch die Erinnerung an Karfreitag macht betroffen, weil es nicht nur um ein Gebäude, sondern unsere Seele geht.“ Das sagte Matthias Frey, der Direktor der Studien- und Lebensgemeinschaft im Rahmen der traditionelle Feierstunde zum Karfreitag der Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor. 950 Besucher waren dazu der Einladung ins Erwin-Piscator-Haus Marburg gefolgt.

Um das Geschehen am Kreuz ging es bei dem Treffen – und 950 hörten zu. (Foto: Tabor)

Den Impuls zum Karfreitagsgeschehen hielt Prof. Dr. Johannes Zimmermann. „Nicht Gott muss versöhnt werden, sondern Gott selbst versöhnt. Gott ist nicht der Empfänger von Versöhnung oder Genugtuung. Nein, es ist anders: Gott ist der aktiv Handelnde. Was da am Kreuz geschieht, geschieht nicht für Gott, sondern es geschieht von Gott her“, stellte Zimmermann klar.

Neu ins Bewusstsein

Seit 1923 veranstaltet die Studien- und Lebensgemeinschaft Tabor Feierstunden zu Karfreitag und bietet den Besuchern mit einer Mischung aus Musik, Texten und Impulsen zu diesem besonderen Feiertag eine Gelegenheit, sich neu bewusst zu machen, was an Karfreitag geschehen ist und welche Bedeutung dies für die Welt und jeden Einzelnen hat.

Musikalisch umrahmt

Musikalisch umrahmt wurde das Ganze von Songpoet und Geschichtenerzähler Andi Weiß. Mit Liedern wie „Komm gib nicht auf“ und „Nie allein“ lud er die Gäste dazu ein, sich selbst in den Gedanken und Texten wiederzufinden.