Warum es im Netz gefährlich ist

In Bad Laasphe by Redaktion

Im Netz ist es gefährlich! „Leichtfertig gelieferte persönliche Daten, Bestellungen im Direktversand, weitergeleitete Kettenbriefe, aufgerufene Seiten – wirklich alles lässt Rückschlüsse zu auf das Kaufverhalten, die individuelle Situation, Gewohnheiten und Vorlieben“, hieß jetzt an
der Realschule Schloss Wittgenstein wo die Jahrgangsstufen 6 und 7 ein „Social Media-Training“ erhielten.

An der Realschule Schloss Wittgenstein wurden jetzt die Mädchen und Jungs „fit gemacht“ für die mediale Zukunft. (Foto: privat)

„Solches Wissen lässt sich sammeln, abgleichen, verwerten.“ Doch: Es gelte digitales Olympia: Dabei sein sei alles, so die Fachleute. „Es ist modernes Tratschen – und kann böse Folgen haben. Wer Whatsapp nutzt und andere Dienste, der erklärt sich damit einverstanden, dass ’seine‘ Informationen gar nicht mehr seine Informationen sind. Sie gehören den Diensten.“  

Eltern kommen nicht mit

Und die Eltern? Nicht selten kommen sie da nicht mehr mit. Jugendliche haben digitale Kanäle spielerisch längst ausprobiert und dann genutzt, bevor Erwachsene überhaupt begreifen, was da in der Freizeit auf der Straße, in der Pause oder hinter geschlossenen Kinderzimmertüren passiert.

Weg zum digitalen Glück

Der Kommunikationspsychologe Yao Houphouet und seine Mitarbeiter haben den Jungen und Mädchen erklärt und gezeigt, wo auf dem Weg zum digitalen Glück Fallen lauern. Sie haben Alternativen gezeigt: Es gibt tatsächlich ungefährliche Netzwerke. 

Ist der Zug abgefahren?

Zum intensiven Trainingsprogramm kam die Information der Eltern und der Lehrer.  In ländlichen Gebieten sei frühe Prävention wohl noch möglich, haben sie erfahren. In vielen Städten sei „der Zug längst abgefahren“, sagt Yao Houphouet. Das „Abzocken“ sei kaum mehr aufzuhalten.