Gullydeckel, Grabsteine und totes Geflügel: elf Polizeimeldungen

In Biedenkopf, Landkreis, Marburg, Polizeiberichte by Redaktion

Benzinschlauch zerschnitten:

Als in Biedenkopf der Besitzer am Samstag gegen 19 Uhr, zu seinem Kleinkraftrad kommt, bemerkt er einen Fleck unter dem Zweirad. Bei der Kontrolle stellt er einen durchgeschnittenen Benzinschlauch und mehrere beschädigte Elektrokabel fest. Der Mann hatte sein Krad am Freitag zuvor um 17 Uhr unbeschädigt gegenüber dem Anwesen Kottenbachstraße 34 abgestellt.
Die Polizei ermittelt wegen Sachbeschädigung und bittet um sachdienliche Hinweise. Wer hat zu den genannten Zeiten eine Person oder Personen an dem abgestellten Zweirad gesehen? Hinweise an die Polizei Biedenkopf, Telefon 06461/9295-0.

Erhebliches Gefahrenpotenzial

Über die Osterfeiertage gab es mindestens zwei Handlungen mit einem erheblichen Gefahrenpotential, sodass die Polizei in beiden Fällen unter anderem wegen des Verdachts des gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr ermittelt.

Gullydeckel geworfen

In der Nacht zum Ostersonntag flog ein Gullydeckel durch die Autoscheibe und landete auf dem Beifahrersitz eines geparkten schwarzen Renault Twingo. „Wer für diese Sachbeschädigung verantwortlich ist, den erwartet ein zusätzliches Verfahren wegen des Heraushebens des Kanaldeckels. Das entstandene Loch stellte eine erhebliche Gefahr für alle Verkehrsteilnehmer dar.“ Tatort war der Ginseldorfer Weg in Marburg, die Tatzeit liegt zwischen 18 und 09.50 Uhr. Bislang meldete sich bei der Polizei noch niemand, der durch das Loch einen Schaden erlitt. Etwaige Opfer werden gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

Leitpfosten auf der Straße

„Leitpfosten stellen auf unbeleuchteten Straßen eine wichtige Orientierungshilfe dar. Allein das Herausreißen führt bereits zu Ermittlungen wegen des Verdachts der Beeinträchtigung von Unfallverhütungsmitteln (§ 145 StGB). Entsteht an den Pfosten ein Schaden kommt noch Sachbeschädigung hinzu. Und wer die Pfosten dann auf die Straße legt, der schafft eine erhebliche Gefahr und muss sich wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten“, sagt Polizeisprecher Martin Ahlich.

Wer Leitpfosten dann auf die Straße legt, der schafft eine erhebliche Gefahr und muss sich wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr verantworten.

Betroffen war in diesem Fall die Kreisstraße 5 von Bernsdorf nach Reddehausen. Tatzeit war vermutlich die Nacht zum Montag. Die Meldung über die mitten auf die Straße gelegten Leitpfosten erreichte die Polizei am Montagmorgen um 7.50 Uhr. Sachdienliche Hinweise zu beiden Vorfällen bitte an die Polizei Marburg, Telefon 06421/406-0.

Unfall auf der Stadtautobahn

Die Polizei sucht nach Zeugen eines Unfalls auf der Stadtautobahn an der Auffahrt von der Anschlussstelle Cölbe /Wehrda nach Gießen. Der Unfall passierte am Karfreitag um kurz nach 18 Uhr unmittelbar am Beschleunigungsstreifen an der Anschlussstelle.
Beteiligt an diesem Unfall waren ein blauer Volvo Kombi, ein blauer Ford Focus und ein weißer AMG Daimler. Die beiden Insassen des Volvos und die drei Insassen des Daimlers erlitten Verletzungen und kamen ins Krankenhaus. Der Fahrer des Ford befand sich allein im Auto und blieb unverletzt. Volvo und Daimler mussten wegen des erheblichen Schadens abgeschleppt werden. Der Ford konnte trotz des erheblichen Schadens weiterfahren. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf deutlich über 40.000 Euro. Wer kann Angaben zum jeweiligen Fahrmanöver der Autos machen? Polizei Marburg, Telefon 06421/406-0.

Blumen geklaut

Der eigentliche Schaden ist gering, die Tat aber ärgert. Die Betreiber einer Gaststätte in der Marburger Untergasse zeigten am Donnerstag, 18. April, den Diebstahl der erst frisch gesetzten Pflanzen an. Die Geranien zierten die Blumenkästen an der Außenfassade. Die einzelnen Pflanzen wurden offenbar sorgfältig entnommen. Sie waren am Mittwochabend noch alle vorhanden. Wer hat verdächtige Beobachtungen gemacht, die mit dem Diebstahl der Blumen im Zusammenhang stehen könnten?

Fehlende und tote Hühner

Was genau ist geschehen in dem Kleingarten der Anlage Salzbödetal in der Hartenroder Poststraße – und zwar in der Zeit von Mittwoch auf Donnerstag, 18. April, zwischen 20 und 13.30 Uhr? Als der Kleingartenbesitzer am Donnerstag seinen Garten aufsuchte, fehlten ihm elf Hühner. Vier weitere lagen tot im Auslauf innerhalb des völlig intakten Zauns.
Weder am Hühnerhaus noch am Zaun oder der Überdachung gab es Spuren eines Eindringens durch ein Tier. Spuren eines Einbruchs gab es allerdings ebenfalls nicht. Dem Hobbygärtner und Hühnerhalter entstand ein Schaden von mehreren hundert Euro. Die Polizei bittet um sachdienliche Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen. Polizei Biedenkopf, Telefon 06461/9295-0.

Segelflugzeug im Acker

Am Ostersonntag um kurz nach 18 Uhr erhielt die Polizei die Meldung über ein Segelflugzeug, das mit der Nase im Acker steckt. Tatsächlich war es auf einem Acker zwischen Wommelshausen und Schlierbach zu einer ungeplanten Außenlandung eines Segelfliegers gekommen. Der Pilot blieb bei der Landung unverletzt. Es entstand lediglich ein Schaden am Flugzeug.

Rein über’n Grabstein

Weder der Umstand, dass es sich um eine Kirche handelt noch ein Fenster in 3,50 Meter Höhe hinderten einen Einbrecher an der Tat.

Über einen höheren Grabstein stieg der Täter ein. (Symbolfoto: Burrow)

Der Täter stieg über einen hohen Grabstein hoch zum Fenster, brach es auf und stieg ein. Er stahl verschiedene sakrale Gegenstände und verschwand mit diesen durch eine von innen zu öffnende Tür. Tatort war eine Kirche im Marburger Barfüßertor, Tatzeit zwischen Mittwoch, 17. und Freitag 19. April. Sachdienliche Hinweise bitte auch in diesem Fall an die Kripo Marburg, Telefon 06421/406-0.

In „Wechselfalle“ getappt

Nach dem Kauf eines Eis fehlten letztlich 50 Euro in der Kasse. Ein Mann hatte mit einem 50 Euro-Schein bezahlen wollen. Im Verlauf des folgenden dauernden Hin- und Her des Geldwechselns im Zusammenhang mit einer geschickten Ablenkung durch vertrauenerweckendes Plaudern gelang es dem Mann, sein eigenes Geld zu verdoppeln.
Die Polizei ermittelt nun wegen des Betrugs und bittet um Hinweise, die zur Identifizierung des Mannes beitragen könnten. Die Tat war am Samstag, 20. April, zwischen 13.15 und 13.30 Uhr in einem Cafe Auf dem Wehr in Marburg. Der mutmaßliche Betrüger war zwischen 50 und 60 Jahre alt und zwischen 1,90 und 2 Meter groß. Er hatte eine kräftige Figur mit leichtem Bierbauch, ein faltiges Gesicht und eine Glatze beziehungsweise ganz wenig Haare. Der Mann sprach akzentfreies Deutsch. Er trug einen Anglerhut und ein dunkelblaues Kurzarmhemd. Hinweise bitte an die Kripo Marburg, Telefon 06421/406-0.

Mehrere Kellereinbrüche

Am Dienstagnachmittag, 23. April, riefen Bewohner eines Mehrfamilienhauses im Marburger Rollwiesenweg wegen mehrerer Kellereinbrüche die Polizei. Insgesamt hatte der Einbrecher seit Montag, 16 Uhr insgesamt acht der Kellerverschläge aufgebrochen.
Art und Umfang einer etwaigen Beute stehen nicht fest. Sachdienliche Hinweise zu den geschilderten Einbrüchen bitte an die Kripo Marburg, Telefon 06421/406-0.

… und ein zerlegter BMW

Auf dem Weg über die Landstraße 3048 von Amöneburg nach Roßdorf kam ein Mann mit seinem BMW von der Straße ab. Der Fahrer stand bei dem Unfall am Sonntag, 21. April, um 22.30 Uhr unter dem Einfluss berauschender Mittel. Sowohl der Drogentest als auch der Alkotest reagierten positiv.
Der Alkotest zeigte knapp unter 1 Promille. Die Polizei veranlasste die notwendige Blutprobe und stellte den Führerschein des Mannes aus dem Landkreis Gießen sicher. An dem BMW entstand wirtschaftlicher Totalschaden.