Sturmtief „Eberhard“ hat in der Region gewütet

In Region by Redaktion

Die Kreisleitstelle des Kreises Siegen-Wittgenstein hat am Abend folgende Bilanz des Sturmtages gezogen: Das Sturmtief Eberhard hat allein im Kreisgebiet knapp 270 Einsätze verursacht. Etwa 900 Einsatzkräfte im Kreis waren darin involviert. „Glücklicherweise sind uns keine Verletzten oder schwere Schäden bekannt“, so die Verantwortlichen in der Pressemeldung vom heutigen Vormittag.

Sturmtief „Eberhard“ hat in der Region gewütet. (Foto: Hans)

In einigen Städten wurden aufgrund der Einsatzhäufungen die Sirenen ausgelöst. Wie explizit noch einmal betont wird, fordert das Sirenensignal die Bürger dazu auf, das Radio einzuschalten, um sich über die aktuelle Situation zu informieren.

Teilweise Behinderungen

Da einzelne Straßen noch bis zur Inaugenscheinnahme im Tageslicht gesperrt bleiben, kann es derzeit noch zu Umleitungen/Verzögerungen kommen. Auch im Bahnverkehr kann es noch zu Verzögerungen kommen.

Infos aus Marburg-Biedenkopf

Bislang gingen bei der Polizei Marburg-Biedenkopf keine Meldungen über sturmbedingt verletzte Personen ein. Eine Bilanz über entstandene Schäden lässt sich derzeit nicht ziehen. In den 24 Stunden von Sonntag auf Montag zwischen 9 und 9 Uhr, registrierte allein die Polizei Marburg-Biedenkopf weit mehr als 50 Meldungen – unter anderem über umgestürzte Bäume, herabgestürzte Dachziegel, weggewehte Baustellenmaterialien und -schilder sowie abgerissene Verkehrszeichen und Reklametafeln. Die Auswirkungen des Sturmtiefs trafen gleichermaßen den gesamten Landkreis. Feuerwehr und sämtlichen Rettungs- und Hilfsdienste und Straßenmeistereien waren im Dauereinsatz.

„Anrufe im Sekundentakt“

Die Anrufe im Sekundentakt ließen eine umfängliche Registrierung der eingehenden Meldungen gar nicht zu. Eine Vollsperrung von Straßen war unter anderem wegen der Gefährlichkeit der notwendigen Räumungs- und Reinigungsarbeiten oder auch wegen einer Priorisierung vorrangiger Straßen unumgänglich.

Auch zeitweise Sperrungen

Die Aufhebungen der Vollsperrungen sind nach den notwendigen Arbeiten vermutlich überwiegend noch am Montag zu erwarten. Gesperrt waren beziehungsweise sind etwa die B 255 zwischen Gladenbach und Marburg, rund 500 Meter vor dem Orsteingang Gladenbach, die L 3288 zwischen Sinkershausen und Diedenshausen sowie Weitershausen und zwischen Bad Endbach Bottenhorn und Frechenhausen, die K 11 zwischen Rauschenberg und Himmelsberg, die K 85 zwischen Warzenbach und Treisbach und die K 41 in Cappel an der Burgruine. Darüber hinaus kam es zu zahlreichen kurzfristigen Sperrungen.

Gebäude aus den Angeln

In der Marburger Straße in Münchhausen hob der Sturm die Haustür zum Gebäude mit der Sparkasse aus den Angeln. Berechtigte kümmerten sich um die Sicherung.Auf der L 3089 zwischen Wehrda und Cölbe kam die Fahrerin mit dem Schrecken davon, als ein vom Wind auf die Fahrbahn gewehter Baum ihren Kleinwagen traf. An dem VW Lupo entstand ein Schaden von mindestens 4.000 Euro. Der Baum beschädigte die rechte Seite das Autos und die Windschutzscheibe. Der Unfall war am Sonntag, gegen 17.50 Uhr.