Kleiderspenden: aber bitte nicht so

In Biedenkopf by Redaktion

Eines schönen Frühlingsmorgens kam Frau Schmidt gut gelaunt zum DRK-Kleiderladen „Jacke wie Hose“ in Biedenkopf. Dort arbeitet sie einmal in der Woche ehrenamtlich. Vor der Tür stand ein großer Sack, der wohl als Kleiderspende gedacht war.

So sollten „Kleider- und Sachspenden“ nicht beim DRK abgegeben werden. (Foto: DRK)

„Als ich diesen öffnete, flogen mir jede Menge Einzelteile entgegen“, erzählt sie. „Ein Nussknacker, eine geöffnete Easy-Box, eine Maske, eine lose CD-Sammlung, etliche Fußballspielerkarten, Post-its, Stifte, ein Lenkrad eines Bobbycars und noch anderer Krempel.“ Die ehrenamtlich Tätige ärgert sich: „Da hatte wohl jemand seinen Trödel entsorgt.“
Die Verantwortlichen freuen sich stets über Kleiderspenden, die die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen zu den Öffnungszeiten des Ladens entgegennehmen und dann sortieren, bügeln und einräumen. Spielzeugspenden sind ebenfalls willkommen – sollten aber nicht in Einzelteilen abgegeben werden. Die DRK’ler empfinden solches als „Zumutung“ wenn Säcke abgegeben werden, die eigentlich in den Müll gehören.

Engagiert helfen viele Ehrenamtliche mit, damit der (Kleider)laden läuft. (Foto: DRK)

DRK-Kleiderläden haben eine langjährige Tradition; und die Kleidersammlungen sowie die Verteilung der Kleidung an bedürftige Menschen sieht man hier als traditionelle Aufgabe. Im DRK gibt es gegenwärtig rund 200 Kleiderläden. Die Ware wird von der Bevölkerung gespendet, das Personal arbeitet überwiegend ehrenamtlich. Und der Gewinn von „Jacke wie Hose“ findet Verwendung in sozialen Projekten des DRK-Kreisverbands Biedenkopf, fließt also wieder direkt in die Region.