„Tag der technischen Produktdesigner“ an den Beruflichen Schulen

In Allgemein, Biedenkopf, Bildung by Redaktion

Einmal jährlich laden die Lehrkräfte der Fachgruppe Technisches Produktdesign zum „Tag der technischen Produktdesigner“ an die beruflichen Schulen Biedenkopf (bsb) ein. Neben abwechslungsreichen Workshops bietet die Veranstaltung vor allem Gelegenheit zum Austausch zwischen Ausbilderinnen und Ausbildern und Lehrkräften. Dieses Jahr stand der Tag unter dem Motto: „Das sind wir, dafür engagieren wir uns.“

Die Teilnehmer bildeten sich in Workshops weiter. (Fotos: Caroline Weigel/bsb)

Dass sich die Gruppe für guten Unterricht engagiert, versteht sich von selbst, aber auch die Schulgemeinde zeigte Engagement mit der Anschaffung eines 4.000 Euro teuren Plotters und Scanners, der in der Lage ist, Größen bis DIN A0 zu verarbeiten. Zugleich schaffte die Schule mit Hilfe des Fördervereins einen neuen 3D-Drucker an.

Hochwertige Ausstattung

Ein modernes Gerät, das in wenigen Stunden fertige Bauteile aus 3D Daten am Computer entstehen lässt, wobei mit verschiedenen Kunststoffen gedruckt werden kann. Gerade für den Beruf des technischen Produktdesigners ist es wichtig, dass auch die Schule immer auf dem neuesten Stand bleibt.
Der Standort der bsb hat nicht nur gute Ausstattung zu bieten, denn auf dem Gelände befindet sich auch eine Außenstelle des dualen Studiums der Technischen Hochschule Mittelhessen. Das Angebot der verschiedenen Studiengänge, die vor Ort belegt werden können, wurde von Frau Henkel von der THM allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt.

Design und Qualität: ein Produktbeispiel.

Eine wichtiges Anliegen für das sich die bsb einsetzen, ist die Einrichtung einer Bezirksfachklasse der Fachrichtung Produktgestaltung und Konstruktion auch für das erste Ausbildungsjahr analog zu den Ausbildungsjahren 2 bis 4. Bislang absolvieren viele Auszubildende den Berufsschulunterricht für das erste Ausbildungsjahr an anderen beruflichen Schulen in Hessen zusammen mit anderen Fachrichtungen und Berufen und wechseln erst anschließend nach Biedenkopf.

Beide Fachrichtungen

„Wir möchten beide Fachrichtungen (die Produktgestalter und die Maschinen- und Anlagenkonstruktion) von Anfang an hier in Biedenkopf haben“, erläuterte Schulleiter Karl Heinz Schneider. Für Schülerinnen und Schüler, die erst nach dem ersten Ausbildungsjahr wechseln, gibt es nämlich einige Nachteile. Sie müssen Ihre Abschlussprüfung Teil 1 mit einem CAD-Programm absolvieren, das sie erst acht Monate vorher kennenlernen. Wer jedoch von der Grundstufe an mit dabei ist, hat 20 Monate Zeit. Ziel für die nächste Novellierung müsse sein, dass alle schon in der Grundstufe nach Biedenkopf kommen können.
Nach den vielen Informationen konnten die Ausbilderinnen und Ausbilder an vier verschiedenen Workshops teilnehmen. Dort gab es Informationen für Erstausbilder, es wurden Unterrichtsmethoden und Projektunterricht vorgestellt, es ging um psychische Gesundheit und um 3D-Druck.