Bedauern über Simmersbacher Dekanatswechsel

In Allgemein, Friedensdorf, Region by Redaktion

Mit großem Bedauern haben jetzt die Vertreter der 48 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach bei ihrer Synodentagung in Friedensdorf für den Antrag der Kirchengemeinde Simmersbach auf den Wechsel ins benachbarte Dekanat „An der Dill“ gestimmt. Die geheime Abstimmung nach angeregter Diskussion ergab 37 Ja-Stimmen, ein Dutzend Gegenstimmen und 14 Enthaltungen.

Vertreter der 48 Kirchengemeinden des Evangelischen Dekanats Biedenkopf-Gladenbach hatten das Thema gründlich beleuchtet. (Foto: Kordesch/eöa)

Damit kann die Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Simmersbach zum Jahresende 2019 das Dekanat Biedenkopf-Gladenbach verlassen, wenn die Dekanatssynode des Dekanats „An der Dill“ der Aufnahme zustimmt. Jürgen Dietrich als Vertreter des Simmersbacher Kirchenvorstands begründete den Antrag, der nach langer Diskussion und reiflichem Überlegen auf den Weg gebracht worden sei, unter anderem mit der „eindeutig in Richtung Lahn-Dill-Kreis orientierten Lebenswelt“ der Gemeinde. Mit den anderen zur Kommune Eschenburg gehörenden evangelischen Kirchengemeinden gebe es bereits eine rege Zusammenarbeit in Sachen Kindertagesstätten und Diakoniestation. Auch feiere man bereits gemeinsame Gottesdienste am Reformationstag und am Buß- und Betttag, erläuterte Dietrich.

Nicht leicht gemacht

Trotz einiger kritischer Stimmen und mancher Bedenken akzeptierten die meisten Redner, dass die Gemeinde sich die Entscheidung nicht leicht gemacht habe. Die pfarramtliche Verbindung mit Roth wäre ohnehin nicht fortgeführt worden, da sich die Gemeinden unterschiedlichen Kooperationsräumen zugeordnet hätten, erklärte Dekan Andreas Friedrich. Die Simmersbacher CVJM-Bläser seien von dem Dekanatswechsel allerdings nicht betroffen und blieben dem Hinterland erhalten, wie der stellvertretende Dekan Gerhard Failing versicherte, der seit 2016 auch als Vakanzvertreter Seelsorger für Simmersbach und Roth ist.

Weitere Infos

Ulrich Müller, im Hinterland bekannt als Prediger des Herborner Gemeinschaftsverbands, werde nach dessen Auflösung zum Jahresende vom 1. Januar an sieben Monate beim Dekanat angestellt und wechsle dann in den Ruhestand, gab Dekan Friedrich bekannt. Müller werde allen Gemeinden im Dekanat mit seiner besonderen Kompetenz für Bibelauslegung für Bibelwochen, Konfirmanden-Bibeltage, Seniorenkreise, Frauentreffen, Kirchenvorsteher-Wochenenden und ähnliches zur Verfügung stehen, sagte er.
Vom 27. Dezember bis zum 12. Januar werde zudem eine Delegation aus dem Dekanat zum 25-Bestehen der Partnerschaft unter der Leitung der neuen Ökumene-Referentin Marion Schmidt-Biber nach Ngara und Nkwenda reisen, kündigte Friedrich weiter an.

Finanz-Beschlüsse

Die Dekanatssynode beschloss außerdem einstimmig, den Jahresüberschuss der Diakoniestation Biedenkopf in Höhe von 16.728 Euro auf Antrag von Pfarrer Stefan Peter, dem Vorstandsvorsitzenden der Diakoniestation, der Substanzerhaltungs-Rücklage und in Höhe von knapp 78.700 Euro dem Eigenkapital zuzuführen. Für die Diakoniestation Gladenbach entschieden die Synodalen auf Antrag von Norbert Mai, die knapp 58.000 Euro Jahresüberschuss der Ausgleichsrücklage zuzuführen. Auch dieser Beschluss erfolgte einstimmig.