In Hessen wurden mehr Kinder geboren

In Allgemein, Überregional, Unterhaltung by Redaktion

In Hessen ist die Zahl der Neugeborenen 2017 gestiegen – zwar nur um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aber der Trend im Bundesgebiet ist rückläufig. Da nämlich sank die Zahl um 0,9 Prozent. Das hat das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitgeteilt. Somit liegt die Zahl in Hessen bei 61.002 Babys. Bundesweit waren es 785.000 neue Erdenbürger: 7.000 Neugeborene weniger als im Jahr 2016 (792 000). Den demografischen Wandel können die Hessen damit nicht aufhalten. Denn die Todesfälle übersteigen nach wie vor die Geburtenrate. Sie liegt in Hessen aktuell bei 66.349 Fällen pro Jahr, in ganz Deutschland stieg sie auf insgesamt 933.000 an – ein Anstieg um 2,4 Prozent gegenüber 2016.

Unser Bild zeigt ein im Erhebungszeitraum in Breidenstein geborenes Baby. Den rückläufigen Geburtentrend können aber auch die Hessen nicht stoppen. (Foto: privat)

Der endgültige Anteil der kinderlosen Frauen hat zwischen 2012 und 2016 nach einem zuvor langanhaltenden Anstieg nur geringfügig von 20 auf 21 Prozent zugenommen. Bei den berufstätigen Frauen insgesamt stieg er von 21 auf 22 Prozent an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, haben sich die Differenzen in der Kinderlosigkeit zwischen Frauen in unterschiedlichen beruflichen Stellungen reduziert. Das heißt: Die niedrigste Kinderlosenquote bei Arbeiterinnen, stieg zwischen 2012 und 2016 von 14 um zwei Prozent an. Zugleich sank die Quote bei den Beamtinnen deutlich von 30 auf 25 Prozent. Bei den Angestellten, blieb die Kinderlosenquote bei 22 Prozent, bei den Selbstständigen und Freiberuflerinnen nahm sie geringfügig zu. Bei den Nicht-Akademikerinnen sind rund 20 Prozent kinderlos, bei den Akademikerinnen 27 Prozent.

Reinigungskräfte nur selten kinderlos

In Abhängigkeit vom Berufsfeld variierte die Kinderlosenquote im2016 allerdings immer noch sehr stark zwischen neun Prozent in Reinigungsberufen und 40 Prozent in den Berufen der Informations- und Kommunikationsbranche (IKT). In medizinischen, sozialen, und ausbildenden Berufen war 2016 die Kinderlosigkeit (mit 16 bis 21 Prozent) geringer als im Bereich Unternehmensorganisation, Buchhaltung, Recht und Verwaltung (25 bis 26 Prozent). Besonders hoch war die Kinderlosenquote in den Bereichen Geisteswissenschaften, Kultur, Gestaltung sowie Naturwissenschaften, Geografie und Informatik. Dort lag sie zwischen 30 und 40 Prozent.
Unter der endgültigen Kinderlosenquote wird hier der Anteil der Frauen, die kein Kind geboren haben, an allen Frauen der jeweiligen beruflichen Gruppe im Alter zwischen 42 und 49 Jahren verstanden. Die Angaben werden alle vier Jahre auf freiwilliger Basis erhoben.