15 Tipps, um die Hitze gesund zu überstehen

In Allgemein, Gesundheit, Landkreis, Überregional by Redaktion

Aufgrund der aktuellen Wetterlage warnt der Deutsche Wetterdienst vor einer starken Wärmebelastung – auch und gerade in den kommenden Tagen. Die Ärzte des Gesundheitsamtes des Landkreises geben deshalb wichtige Hinweise, damit es bei der Hitze nicht zu gesundheitlichen Problemen kommt. Besonders älteren Personen, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder Behinderungen, Säuglingen und Kleinkindern drohen durch hohe oder länger andauernde Hitze-Einwirkung im besonderen Maße gesundheitliche Gefahren. Lesen Sie hier unsere 15 hilfreichen Tipps, um gesundheitliche Probleme zu vermeiden:
Tipp 1: Reduzieren Sie Hitze-Belastungen – halten Sie sich im Schatten auf.
Tipp 2: Vermeiden Sie (starke) körperliche Belastungen (Sport, schwere körperliche Arbeiten).
Tipp 3: Beschränken Sie Ihren Aufenthalt im Freien möglichst auf die Morgen- oder Abendstunden und vermeiden Sie die Mittagshitze. Planen Sie Ihre Erledigungen oder Einkäufe für die frühen Morgenstunden.
Tipp 4: Achten Sie auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr. Trinken Sie reichlich Leitungs- oder Mineralwasser, Kräuter- oder Früchtetees – mindestens zwei bis drei Liter täglich und warten Sie nicht, bis Sie durstig sind. Auch Leitungswasser (Foto oben) eignet sich bestens, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken. (Foto: Redaktion)
Tipp 5: Vermeiden Sie unbedingt Alkohol, schwarzen Tee, starken Kaffee und stark gesüßte Getränke.
Tipp 6: Ersetzen Sie beim Schwitzen verloren gehende Mineralien und Körpersalze durch den Verzehr von Salzgebäck, gewürzten Gurkenscheiben oder Dickmilch mit Schnittlauch und Salz.
Tipp 7: Ergänzen Sie Ihre Flüssigkeitszufuhr durch fruchtige Zwischenmahlzeiten und achten Sie grundsätzlich auf leicht verdauliche Kost.
Tipp 8: Kleiden Sie sich richtig. Tragen Sie leichte, helle, nicht einengende Kleidung, möglichst aus Naturfaser (etwa Baumwolle).
Tipp 9: Schützen Sie Ihren Kopf; tragen Sie einen Sonnenhut oder eine andere geeignete Kopfbedeckung.
Tipp 10: Achten Sie auf Sonnenschutz der unbedeckten Haut (Sonnencreme auf alle freien Stellen).
Tipp 11: Sorgen Sie für kühles Raumklima.
Tipp 12: Dunkeln Sie Fenster tagsüber mit Rollläden oder Vorhängen ab.
Tipp 13: Lüften Sie Räume nur früh morgens und spät abends (Durchzug herstellen).
Tipp 14: Schalten Sie wenn möglich Wärme abstrahlende Elektrogeräte (wie PC-Monitor oder Lichtquellen) ab.
Tipp 15: Achten Sie besonders auf kranke, pflegebedürftige oder hilflose Personen. Ungewöhnliche Unruhe- oder Verwirrtheitszustände, Fieber, Erbrechen, Muskelkrämpfe oder Bauchschmerzen können Anzeichen einer ernstzunehmenden Hitzeschädigung sein. Verständigen Sie umgehend den Hausarzt oder den Rettungsdienst – Notruf: 112. Kranken oder pflegebedürftigen Personen mehrmals täglich Temperatur messen, um auf eine ansteigende Körpertemperatur rechtzeitig aufmerksam zu werden.
Die Ärzte des Gesundheitsamtes warnen zudem ausdrücklich davor, bei diesem Wetter Kinder in parkenden Autos warten zu lassen. Insbesondere Kleinkinder sind dabei gefährdet und bereits wenige Minuten in einem überhitzten Auto können für das Kind bedrohlich sein – bis hin zur Lebensgefahr, da sich das Innere eines Autos bei direkter Sonneneinstrahlung schnell extrem aufheizen kann. Auch Tiere, zum Beispiel Hunde, gehören bei diesen Temperaturen nicht ins Auto. Wenn Sie hilflose Personen oder Tiere in einem verschlossenen Fahrzeug feststellen, rufen Sie sofort den Notruf 112 (Rettungsdienst) oder 110 (Polizei).
Achten Sie auf folgende Warnzeichen des Körpers bei Hitzebelastung: Kreislaufbeschwerden, Muskel- oder Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl sowie ungewohnte Unruhe oder Verwirrtheit. Säuglinge, aber auch Kleinkinder sind durch übermäßigen Verlust von Körperflüssigkeiten gefährdet. Große Flüssigkeitsverluste können zu lebensbedrohlichen Zuständen führen!
Zeichen eines Hitzschlags sind: ungewöhnlich Unruhe, heiße, rote und trockene Haut, Kopfschmerzen und Schwindelgefühl sowie Schläfrigkeit, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübung oder Bewusstlosigkeit. Auch starkes Durstgefühl oder Krampfanfälle sind als Anzeichen zu werten. Und: Ein Hitzschlag ist lebensgefährlich! Die Erstmaßnahmen sind folgende: sofort einen Arzt oder den Rettungsdienst verständigen, die Person an einen kühlen Ort bringen und für Luftzug sorgen. Flüssigkeitsgabe, wenn die Person noch ansprechbar ist sowie Lockern enger Kleidung und kühle, feuchte Umschläge helfen direkt.